Klimaschutz

Zehn Tipps: So kann ich umweltschonender leben

Deutschlands zentrale Forschungs- und Beratungsbehörde zum Umweltschutz gibt Tipps, wie Menschen bewusster leben können.

Regional, biologisch und vegetarisch: Wer das Klima schonen will, macht mit diesen Karotten einiges richtig.

Regional, biologisch und vegetarisch: Wer das Klima schonen will, macht mit diesen Karotten einiges richtig.

Foto: picturealliance/Ekaterina Fedotova

Wir fahren nur mal eben zum Bäcker. Der Autoschlüssel hängt gleich neben der Wohnungstür. 500 Meter die Straße runter, da ist schon die Bäckerei. Ja, man könnte das laufen, aber mit dem Wagen geht es bequemer. Und die leckeren Erdbeertörtchen, die gibt es sogar im Winter, wenn hier der Boden friert.

Nur umweltschonend ist das alles nicht. Aber wie geht das und macht das überhaupt Sinn, privat Emissionen einzusparen? Ja, sagt das Umweltbundesamt. Deutschlands zentrale Forschungs- und Beratungsbehörde zum Umweltschutz gibt Tipps, wie Menschen bewusster leben können. Auch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat Informationsmaterial zusammengestellt, das für mehr Klimabewusstsein sorgen und letztlich sogar gut für den Geldbeutel sein soll. Wir haben Tipps gesammelt, wie Sie im Alltag Klima und Umwelt schonen können:

Mobilität: Das Auto ist der beste Freund der Deutschen, und einer der größten Klimakiller. Im Schnitt entfallen zwei Drittel des CO2-Fußabdrucks im Bereich Mobilität auf das Autofahren. Und: Zwischen zwischen 1995 und 2014 hat der Individualverkehr in Deutschland laut Umweltbundesamt sogar um 13 Prozent zugenommen. Der Autoverkehr droht, die bisherigen Erfolge im Klimaschutz zu konterkarieren. Dazu entfällt ein Viertel der Emissionen im Bereich Mobilität auf das Fliegen, nur etwa fünf Prozent auf Bus und Bahn. Die Tipps der Forscher: Überlegen Sie, ob Sie Ihr Auto wirklich brauchen. Setzen Sie so viel es geht auf den nicht-motorisierten Verkehr: Fahren Sie mit dem Rad, nutzen Sie Lastenräder für größere Transporte. Wenn es ohne Auto nicht geht, nutzen Sie Car-Sharing-Angebote.

Ernährung: Auch die Art der Nahrung hat einen Einfluss auf den persönlichen ökologischen Fußabdruck. Etwa 15 Prozent unserer CO2-Bilanz macht aus, was auf dem Teller liegt. Etwa 45 Prozent der Treibhausgase durch Ernährung entstehen bei der Erzeugung der Lebensmittel (einschließlich der Transporte). Im Vergleich zu tierischen Lebensmitteln (insbesondere Rindfleisch) verursacht pflanzliche Kost erheblich weniger schädliche Klimagase. Wer auf Fleischprodukte verzichtet, ernährt sich also bereits deutlicher klimafreundlicher. Aber auch Milchprodukte sorgen für Emissionen: Die sogenannte Klimawirksamkeit von Hartkäse liegt etwa gleichauf mit Fleischprodukten. Butter hat eine noch schlechtere Klimabilanz als Fleisch. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb weniger Milchprodukte, weniger Fleisch, regionale und saisonale Produkte. Denn jedes Kilogramm Obst oder Gemüse, das mit dem Flugzeug nach Deutschland verfrachtet wird, verursacht unterwegs etwa 10 kg CO2: Auf Erdbeeren oder Spargel im Winter sollte man deshalb verzichten.

Heizung: Wer seine Umweltbilanz verbessern und obendrein sparen möchte, der sollte laut Bundesamt energieeffizient leben. Da ist vor allem die heimische Heizung: Rund 70 Prozent des Energieverbrauchs der privaten Haushalte macht Heizenergie aus. Wer privat etwas tun möchte, sollte eine konstante Raumtemperatur finden und die Heizkörper freiräumen. Die Fenster sollten gut abgedichtet sein, hinter den Heizkörpern ist es sinnvoll, extra Dämmmaterial zu verbauen. Außerdem können Sie Energiesparberatungen im Internet nutzen – wie das „Energiesparschwein“ des Umweltbundesamtes.

Konsum: Wer konsumiert, verursacht meist CO2. 38 Prozent des Fußabdrucks entstehen durch „sonstigen Konsum“. Wer repariert, statt wegzuwerfen, spart CO2. Geld kann bei Öko-Banken angelegt werden. Langlebige Produkte sind besser fürs Klima als kurzlebige. Der Grundsatz: Weniger ist mehr.

Weitere Tipps finden Sie unter: https://klimaneutral.berlin/tipps