Fridays for Future

Tausende demonstrieren am Brandenburger Tor

Kurz vor der Europawahl haben in Berlin Tausende Schüler für mehr Klimaschutz demonstriert. Sie versammelten sich am Brandenburger Tor.

Berlin. Zwei Tage vor der Europawahl haben in Berlin Tausende Schüler für mehr Klimaschutz demonstriert. Sie versammelten sich am Freitagmittag am Brandenburger Tor und beteiligten sich damit am zweiten sogenannten globalen Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung. Die Polizei hatte 10.000 Teilnehmer erwartet.

Mittags trafen sich die Schüler, Studenten und weiteren Unterstützer des Netzwerks am Brandenburger Tor, dann geht es auf einem Rundkurs durch Mitte und das Regierungsviertel. Eine Abschlussveranstaltung ist erneut am Brandenburger Tor geplant.

Wie die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) mitteilte, wurden aus Sicherheitsgründen die Straße des 17. Juni sowie die Ebertstraße ab 11 Uhr bis in den Abend für den Verkehr gesperrt. Auf der weiteren Strecke der Demonstration ist mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen.

Landesjugendring Berlin unterstützt „Fridays for Future“

Unterstützung bekommen die Streikenden in der Hauptstadt derweil vom Landesjugendring Berlin. Bei einer Mitgliederversammlung des Landesjugendrings haben im Vorfeld der Demonstration an diesem Freitag 34 Jugendverbände eine Solidaritätserklärung unterschrieben, darunter die BUNDjugend und die DGB-Jugend.

„Wir begrüßen diesen notwendigen Schritt der jungen Generation als ein Zeichen lebendiger Demokratie“, heißt es in der Solidaritätserklärung. Die Schüler hätten ein Recht darauf, dass ihre Interessen Gehör finden. Der Landesjugendring Berlin wendet sich zudem an den Senat und fordert ein Gesetz, das eine „unkomplizierte Freistellung vom Unterricht für ehrenamtliches Engagement“ ermöglicht.

In mehr als 120 Ländern soll am Freitag gestreikt werden

In ganz Deutschland gibt es an diesem Freitag Demonstrationen von mehr als 200 Ortsgruppen des Netzwerks, unter anderem in Potsdam, Leipzig, Frankfurt am Main und Köln.

Der Protest soll aber weit über Deutschland hinaus gehen: In mehr als 1660 Städten in über 120 Ländern wollen junge Menschen auf die Straßen gehen. Demonstriert wird, „um auf die Bedeutung der Europawahl für unser globales Klima aufmerksam zu machen“, heißt es auf der Internetseite von „Fridays for Future“.