Kommunen

Projekt "Statista" will alten DDR-Bau beleben

Das Haus der Statistik ist zu sehen.

Das Haus der Statistik ist zu sehen.

Foto: dpa

Berlin. Das "Haus der Statistik" ist ein seit Jahren ungenutzter gigantischer Gebäudekomplex im Herzen Berlins. Zu DDR-Zeiten residierte hier die Staatliche Zentralverwaltung für Statistik, nach der Wende wurden Teile vom Statistischen Bundesamt und der Stasi-Behörde genutzt. Seit mehr als zehn Jahren stehen die Gebäude am Alexanderplatz leer. Ein Verbund von Kunst-und Kulturinitiativen will nun den Sommer über das mit 500 000 Euro von der Kulturverwaltung geförderte Projekt "Statista" vorantreiben. Bis Dezember soll nach Angaben vom Montag eine am Gemeinwohl orientierte Zusammenarbeit entwickelt werden, die auch als Teil der Berlin Art Week im September präsentiert werden soll.

So soll etwa im Projekt "Allesandersplatz" der existierende Masterplan für den Alexanderplatz mit den geplanten Hochhäusern hinterfragt werden. Bei "fallingwild" wird eine mögliche Fassade für das "Haus der Statistik" entworfen, bei der die Nutzung durch verschiedene Tierarten etwa in Höhlen und Ritzen der Fassade gleich mit eingeplant wird. Das Projekt wird begleitet unter anderem von der Plattform "Ishtar Gate", wo Interaktionen und Entwicklungen kritisch verfolgt und kommentiert werden können.

Ein "Musterhaus der Statistik" ist bereits im Hof entstanden. In einem ehemaligen Autoscooter soll ein multifunktionaler Gemeinschaftort entstehen, der von Initiativen und Nachbarn durch Nutzung nach ihren Bedürfnissen entwickelt werden soll.