Preis-Verleihung

Burda Awards: Auf dem roten Teppich gegen Darmkrebs

Am Sonntag wurden zum 17. Mal die Burda Awards verliehen. Dort wurde besondere Projekte gegen Darmkrebs prämiert.

Moderator Guido Cantz kommt zur Verleihung des Felix Burda Awards. Die Felix Burda Stiftung zeichnet Projekte und Leistungen auf dem Gebiet der Darmkrebsvorsorge aus.

Moderator Guido Cantz kommt zur Verleihung des Felix Burda Awards. Die Felix Burda Stiftung zeichnet Projekte und Leistungen auf dem Gebiet der Darmkrebsvorsorge aus.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Es war ein ernstes Thema, zu dem sich am Sonntag rund 300 ausgewählte Gäste aus Politik, Gesundheitswirtschaft und Showbusiness im Hotel Adlon Kempinski am Pariser Platz versammelten. Die Felix Burda Stiftung verlieh zum 17. Mal die Felix Burda Awards, mit denen herausragendes persönliches Engagement und zukunftsweisende wissenschaftliche Arbeiten für die Darmkrebsprävention ausgezeichnet werden.

Volkskrankheit Darmkrebs bekämpfen

Eingeladen hatte Christa Maar, die Mutter des 2001 an Darmkrebs verstorbenen Felix Burda und Vorstand der Burda Stiftung. Auch einige der Gäste erlebten schon private Rückschläge wegen des Krebs: Etwa Claudia Effenberg, deren Schwester im Jahr 2016 an Darmkrebs starb. Jessica Schwarz, Laudatorin bei der diesjährigen Verleihung, verlor ein Jahr darauf ihren Vater an die Krankheit. „Wir wollen auch Menschen in unserem Alter auf das Thema aufmerksam machen, denn es kann jeden treffen“, sagte die 41 Jahre alte Schauspielerin.

Trotz des ernsten Themas war die Stimmung im Adlon nicht gedrückt. Im glanzvollen Ambiente des Luxushotels erschienen Gäste wie Inka Bause, Ruth Moschner und Erol Sander. Und auch Dieter Hallervorden, Verona Pooth und Alec Völkel waren bei der Charity-Veranstaltung dabei. Völkel, Sänger von Boss Hoss ist, wie er zugab, schon länger nicht bei der Darmspiegelung gewesen. „Es ist ein unliebsames Thema, aber es ist super wichtig, darüber zu reden“, sagte er.

Um in den Ballsaal im Adlon zu gelangen, passierten die Gäste eine aufblasbare Darm-Nachbildung. Wie schon im vergangenen Jahr moderierte Guido Cantz durch den Abend. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte in ihrer Rede: „Wir werden alles dafür tun, der Volkskrankheit Darmkrebs die Stirn zu bieten.“

25.000 Menschen sterben jährlich an Darmkrebs

41 Projekte hatten in diesem Jahr um den Award beworben, sechs von ihnen wurden in den Kategorien „Medizin und Wissenschaft“ sowie „Engagement des Jahres“ ausgezeichnet. Beide Kategorien sind mit einem Preisgeld von EUR 5.000 dotiert. Darmkrebs ist, wenn er früh erkannt wird, in den meisten Fällen heilbar. Trotzdem sterben in Deutschland jährlich immer noch rund 25.500 Menschen an der Krankheit.