„Mammutmarsch“

100 Kilometer in 24 Stunden – zu Fuß durch Berlin

Beim „Mammutmarsch“ treffen sich Tausende Menschen, um gemeinsam zu laufen. Es gibt nur ein Ziel: durchhalten.

Der Mammutmarsch startet am kommenden Sonnabend in Berlin.

Der Mammutmarsch startet am kommenden Sonnabend in Berlin.

Foto: ARTOFMDE

Berlin. Wasser, Schlösser und viel Natur – das bietet der 100-Kilometer-„Mammutmarsch“ in 24 Stunden, zumindest für alle, die trotz der Anstrengung noch Augen für ihre Umwelt haben. Wer nach einer solchen Herausforderung sucht, hat die Möglichkeit, am kommenden Sonnabend, den 25. Mai – dann startet der Marsch in Berlin wieder. Entstanden sei die Idee vor einigen Jahren, sagt erzählt Gründer Bastian Kröhnert-Ferron. „Gemeinsam mit meinem Freund Philipp Laage machte ich mich damals eigenständig auf den Weg, um 100 Kilometer in 24 Stunden zu wandern.“

Inspiriert davon organisierten sie den ersten Mammutmarsch in Berlin. Die Veranstaltung entwickelte sich schnell von anfangs 17 Teilnehmern bis hin zu mittlerweile Tausenden in ganz Deutschland und Österreich. Neben Berlin startet die Märsche auch im Ruhrgebiet, München, Hamburg, Wien und weiteren Orten. Der Erfolg liegt laut den Initiatoren im Trend für Gesundheit und Bewegung. Der Mammutmarsch solle eine Inspiration darstellen, sein Leben positiv zu verändern. Die Strecke soll die schönsten und interessantesten Seiten der Region zeigen.

„Man darf nur nicht aufgeben“

Der Berliner Mammutmarsch startet an der Freizeitsportanlage am Südpark in Spandau. Dann geht es am Ostufer der Havel nach Potsdam, auf Schotter- und Asphaltwegen, in südliche Richtung weiter entlang des Havel Höhenwanderweges um den Berliner Wannsee und anschließend auf einem Abschnitt des Berliner Mauerweges nach Potsdam. Dort führt die Strecke am Park Sanssouci entlang durch Heide- und Teichlandschaften. Weiter geht durch es die Döberitzer Heidelandschaft und zuletzt zurück zur Freizeitsportanlage am Südpark in Spandau.

Auf der Strecke gibt es insgesamt vier Verpflegungspunkte, im Ziel warten auf jeden Teilnehmer ein Feierabendgetränk und als Belohnung eine Mammutmarsch-Medaille, eine Urkunde und ein Finisher-Bändchen fürs Handgelenk. „Es geht nicht darum, wer am schnellsten ist, sondern die 100 Kilometer überhaupt zu schaffen“, sagt Kröhnert-Ferron und berichtet von eigenen Erfahrungen: „Für mich damals war der 73. Kilometer am härtesten. Um zehn Uhr morgens hatte ein Freund einen Topf Nudeln vorbeigebracht. Ich war so erschöpft, ich lag auf dem Boden, ich hatte keine Kraft mehr, aber nach dem Essen kamen die Lebensgeister wieder.“ Das sei die Botschaft, die er den Menschen mitgeben möchte: „Es geht darum seine Grenzen auszutesten, man darf nur nicht aufgeben.“

Der Mammutmarsch startet am 25. Mai um 15.30 Uhr, wetterfeste Kleidung, Wanderschuhe, Mobiltelefon, Stirnlampe und Wasserbehälter sollten mitgebracht werden. Teilnahme: 55 Euro, mit Paket „Standard“ 75 Euro. Info: www.mammutmarsch.de