Besuch in Japan

Michael Müller will in Tokio für Berlin werben

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller besucht mit einer Wirtschaftsdelegation Tokio. Dort sollen Kontakte geknüpft werden.

Michael Müller besucht Tokio

Michael Müller besucht Tokio

Foto: Christine Richter / christine richter

Tokio. Michael Müller ist auf Tour: Am Sonntagabend (Ortszeit) traf der Regierende Bürgermeister in Tokio ein, um in den kommenden drei Tagen für den Wirtschaftsstandort Berlin zu werben, 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Tokio zu würdigen und sich in dem internationalen Städtenetzwerk „U20“, in dem sich Bürgermeister von 20 Metropolen weltweit zusammengeschlossen haben, zu engagieren.

„Das wird ein interessantes und spannendes Programm“, sagte Müller nach seiner Ankunft bei einem „Welcome-Dinner“ mit der Wirtschaftsdelegation unter Leitung der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK). Rund 30 Unternehmen haben sich auf den Weg in die japanische Hauptstadt gemacht, um Kontakte zu knüpfen oder ihre Firmen vorzustellen. Darunter Alba, die Berliner Flughafengesellschaft, BMW, „The Place Berlin“ oder IVU Traffic Technologies. IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder freute sich, dass auch zahlreiche jüngere Unternehmer wie Start-up-Vertreter das Angebot nutzen, um in Japan Geschäfte anzubahnen. Mit dabei sind außerdem die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid Nikutta, der Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH, Philipp Bouteiller, oder der Chef der Berliner Energieagentur, Michael Geißler.

„Was auf dem G20-Gipfel beschlossen wird, wirkt sich bei uns in den Städten aus“

Geplant sind darüber hinaus städtebauliche Erkundungstouren. Tokio ist wie Berlin eine wachsende Stadt und hat mit den Themen Wohnraum oder Verkehr zu kämpfen. Außerdem soll es um Fragen der Kreislaufwirtschaft und Abfallentsorgung, um Mobilität, aber auch um Gesundheitswirtschaft und die demografische Entwicklung gehen. Wichtig ist Müller die Zusammenarbeit mit den anderen Bürgermeistern großer Metropolen. „Alles, was auf dem G20-Gipfel beschlossen wird, wirkt sich bei uns in den Städten aus“, sagte der Regierende Bürgermeister. Deshalb engagiere er sich bei „U20“ – dem „Urban 20 Mayors Summit“, der in Tokio tagt und ein Kommuniqué für den japanischen Premierminister Shinzo Abe vorbereitet.

Der nächste G20-Gipfel findet im Sommer in Tokio statt. Zuvor aber steht noch ein weiterer wichtiger Termin in der japanischen Hauptstadt an: Am kommenden Wochenende wird US-Präsident Donald Trump in Tokio erwartet, der auch als erster Staatsgast den neuen japanischen Kaiser Naruhito treffen wird.