Verkehr

Das sagt der Berliner Verkehrsstaatssekretär zu E-Rollern

Ingmar Streese sagte im „Inforadio“, in Berlin gebe es bereits acht interessierte Anbieter. Die Mitnahme im ÖPNV will er erlauben.

Der Bundesrat beschließt am Freitagvormittag Sicherheitsvorschriften für Elektro-Tretroller.

Der Bundesrat beschließt am Freitagvormittag Sicherheitsvorschriften für Elektro-Tretroller.

Foto: Nicolas Armer / dpa

Berlin.  Der Bundesrat entscheidet am heutigen Freitag voraussichtlich darüber, ob Elektro-Tretroller in Deutschland zugelassen werden. Der Berliner Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese erklärte am Morgen in einem Interview mit dem „Inforadio“, der Senat stehe kleinen elektrischen Rollern positiv gegenüber, sie könnten eine klimafreundliche Alternative im Straßenverkehr sein. Allerdings bräuchten die E-Roller, wie auch die Leihfahrräder, Regeln.

Auf den Berliner Gehwegen, das betonte Streese, sollten die Roller nicht fahren dürfen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte zunächst geplant, E-Roller, die langsamer als 12 Kilometer pro Stunde fahren, auf Bürgersteigen zuzulassen. Nunmehr zeichnet sich ab, dass sämtliche E-Roller auf Radwege sollen. Dafür sprach sich auch der Berliner Verkehrsstaatssekretär aus.

Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln wird zurzeit besprochen

Dafür erklärte Streese, man würde sich dafür aussprechen, dass die Roller auch in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden dürfen. Es hänge von den ÖPNV-Anbietern - in Berlin also vor allem von den Berliner Verkehrsbetrieben - ab, das zuzulassen und zu regeln. Zu dem Thema sei man aktuell in Gesprächen, „ich gehe eigentlich davon aus, dass diese kleinen Geräte mitgenommen werden können“, sagte Streese im „Inforadio“.

In Berlin gebe es bereits acht interessierte Unternehmen, die künftig in Berlin E-Roller zum Verleih anbieten wollen. Mit diesen habe es künftig ein Informationsgespräch gegeben, in denen die Regeln wiederholt wurden, die auch für Leihfahrräder gelten: Sie dürfen nicht vor Bahnhofseingängen abgestellt werden, es sollen nicht mehr als vier nebeneinander stehen dürfen und innerhalb von 24 Stunden weggeräumt werden. Die Anbieter sollten von vornerein wissen, dass auf sie auch eine Verantwortung zukomme, so Streese in dem Interview.

Altersfreigabe von E-Rollern ist noch Diskussionsthema

Im Bundesrat wird heute auch darüber diskutiert werden, welches Mindestalter Fahrer von E-Rollern haben müssen. Scheuer will langsamere E-Roller bis 12 km/h ab 12 Jahren zulassen, schnellere ab 14 Jahren. Dagegen empfehlen mehrere Bundesrats-Ausschüsse, die Roller generell erst ab 15 Jahren zu erlauben. Im Inforadio sprach sich auch Verkehrsstaatssekretär Streese dafür aus, diese erst ab 15 Jahren zuzulassen.