Urteile

Totenkopf-Tattoo bei Berliner Polizisten verboten

Bewerber mit Tätowierungen von Totenköpfen dürfen bei der Polizei abgelehnt werden. Das wurde vom Landesarbeitsgericht beschlossen.

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Berlin. Die Berliner Polizei darf Bewerber mit Tätowierungen von Totenköpfen und einer Revolverpatrone ablehnen. Das entschied das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, wie am Dienstag mitgeteilt wurde.

Ein Bewerber beim Objektschutz - den angestellten Wachleuten der Polizei - war abgewiesen worden und dann vor Gericht gezogen. Das Gericht argumentierte nun, das Land Berlin habe zu Recht zweifeln dürfen, ob der Mann jederzeit nach Recht und Gesetz handeln werde.

Das Wort "omerta" (Schweigepflicht bei der Mafia) und die abgebildeten Revolverpatronen und Totenköpfe begründeten diese Bedenken. Dabei sei es nicht entscheidend, ob der Bewerber tatsächlich verfassungstreu sei. Es komme auf die Sicht eines Betrachters an.

Die Berliner Polizei hatte die Vorschriften zu Tätowierungen in den vergangenen Jahren immer weiter gelockert. Sichtbare Tattoos waren ursprünglich ganz verboten, sind es inzwischen aber nicht mehr. Sie müssen aber mit dem neutralen Auftreten der Polizei in der Öffentlichkeit vereinbar sein. In jedem Fall verboten sind daher Tätowierungen mit extremistischen, entwürdigenden, sexistischen oder gewaltverherrlichenden Bildern.