Öffentlicher Dienst

Berliner Beamte fordern zügige Angleichung der Gehälter

Beim Spitzentreffen am Mittwoch will der Beamtenbund aufs Tempo drücken. Tariferhöhung von insgesamt 4,3 Prozent beschlossen.

Beamte wollen zügiger mehr Geld als bislang geplant

Beamte wollen zügiger mehr Geld als bislang geplant

Foto: Steffen Pletl

Berlin. Auf dem heutigen Spitzentreffen mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und Finanzsenator Matthias Kollatz (beide SPD) will der Beamtenbund (dbb) eine schnelle Angleichung der Gehälter im öffentlichen Dienst an das Bundesniveau fordern.

Zwar begrüßt der dbb, dass der Senat die Tariferhöhungen für die Jahre 2019 und 2020 übernehmen will, kritisiert aber, dass das erst mit Verzögerung geschehen soll. Das sei nicht akzeptabel, so dbb-Berlinchef Frank Becker.

„Für den dbb Berlin ist es nicht akzeptabel, dass der Senat dieses Zeichen der Wertschätzung durch erneute zeitliche Verschiebungen wieder verwässert“, sagte Becker.

Senat verzögert Angleichung der Gehälter

Der Senat will die Tariferhöhung um insgesamt 4,3 Prozent in diesem Jahr um drei Monate und im kommenden Jahr um einen Monat nach hinten verschieben.

Der Beamtenbund kritisiert, dass dadurch die tatsächliche Tariferhöhung geringer ausfällt als beschlossen und fordert eine Erhöhung jeweils zum Jahresbeginn.

Um den Gehaltsunterschied im Vergleich zu anderen Bundesländern zu verringern, hatte der Senat zusätzlich zur bundesweiten Tariferhöhung von 3,2 Prozent eine weitere Erhöhung für die Berliner Beamten in höhe von 1,1 Prozent beschlossen.