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Herzogin Camilla besucht Gewaltschutzambulanz der Charité

Die britische Herzogin Camilla (r) wird bei einem Besuch durch die Gewaltschutzambulanz in der Charite geführt.

Die britische Herzogin Camilla (r) wird bei einem Besuch durch die Gewaltschutzambulanz in der Charite geführt.

Foto: dpa

Berlin. Zum Beginn ihres Deutschlandbesuchs hat Herzogin Camilla einen Abstecher in die Gewaltschutzambulanz der Berliner Charité gemacht. Dort informierte sich die 71-Jährige am Dienstagnachmittag über die Behandlung von Gewaltopfern. Sie ließ sich von Saskia Etzold, der stellvertretenden Leiterin der Einrichtung, ein speziell für Kinder eingerichtetes Untersuchungszimmer zeigen.

Ärzte dokumentieren dort vertraulich die Verletzungen von Menschen, die zum Beispiel Opfer häuslicher Gewalt wurden. Darunter sind viele Frauen und Kinder. Sie müssen nicht sofort entscheiden, ob sie Anzeige erstatten. Die Dokumentation zählt aber auch noch später bei einer Verhandlung vor Gericht.

Seit Eröffnung der Ambulanz vor fünf Jahren haben dort rund 4700 Menschen Hilfe gesucht, wie die Einrichtung im März bekanntgegeben hatte. "Sie machen eine wunderbare Arbeit hier", sagte Camilla und ließ als Geschenk einen Beutel mit Waschsachen da, die Opfern in solchen Situationen häufig nicht zur Verfügung stehen.

Camilla besucht Deutschland zusammen mit ihrem Mann, dem britischen Thronfolger Prinz Charles. Am Dienstagnachmittag wollten sich beide am Brandenburger Tor der Öffentlichkeit zeigen. Der Deutschlandbesuch dauert bis Freitag und führt das Paar auch nach München und Leipzig. Camilla und Charles sind seit 2005 verheiratet.