Forsa-Umfrage

Kevin Kühnerts Sozialismus-Thesen verschrecken SPD-Wähler

Die Kollektivierungsforderungen des Juso-Chefs schicken die SPD ins Umfragetief. Die Union profitiert und legt zu.

Juso-Chef Kevin Kühnert hat mit seinen Kollektivierungsforderungen eine gesellschaftliche Debatte ausgelöst.

Juso-Chef Kevin Kühnert hat mit seinen Kollektivierungsforderungen eine gesellschaftliche Debatte ausgelöst.

Berlin. Die SPD verliert in der Wählergunst: Laut einer am Montag veröffentlichten Forsa-Umfrage für das RTL/ntv-Trendbarometer kommen die Sozialdemokraten mit 15 Prozent auf zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Die Unionsparteien können sich demnach um zwei Punkte auf 29 Prozent verbessern, während die Werte für alle anderen Parteien unverändert blieben: Grüne 20 Prozent, AfD 13 Prozent, Linke neun Prozent und FDP acht Prozent.

Nach Meinung von Forsa-Chef Manfred Güllner verprellt die SPD mit den Kollektivierungsforderungen von Juso-Chef Kevin Kühnert und den eher verhaltenen Distanzierungen der Parteispitze frühere SPD-Wähler der Mitte. „Die SPD verkennt wieder einmal, dass sie mit Umverteilungsthemen und einem prononcierten Links-Kurs noch nie eine Wahl hat gewinnen können“, so Güllner.

Wenn die Kanzlerin oder der Kanzler in Deutschland direkt gewählt werden könnte, würden elf Prozent für SPD-Chefin Andrea Nahles und 31 Prozent für die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer stimmen. Wäre Olaf Scholz der SPD-Kandidat, erhielte er 21 Prozent, Kramp-Karrenbauer 27 Prozent.

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