Wohnungspolitik

Sozialsenatorin: Höhere Mietzuschüsse helfen Zehntausenden

Elke Breitenbach (die Linke, M), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales.

Elke Breitenbach (die Linke, M), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales.

Foto: dpa

Berlin. Von den 2018 erhöhten Mietzuschüssen für Hartz IV-Empfänger und andere bedürftige Menschen haben im ersten Geltungsjahr rund 31 000 Berliner Haushalte profitiert. Ihre Wohnkosten würden nun ohne Wenn und Aber komplett übernommen, teilte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Donnerstag mit. Insgesamt trifft das nunmehr auf knapp zwei Drittel der 246 000 Bedarfsgemeinschaften zu, die solche Zuschüsse erhalten.

Die Miet- und Heizkosten der übrigen Betroffenen - es handelt sich um rund 85 000 - sind höher als die Zuschüsse, die nur bis zu einer bestimmten Grenze gezahlt werden. Ist eine Wohnung teurer, müssen ihre Bewohner die Mehrkosten zum Teil selbst tragen oder umziehen. Allerdings gibt es zusätzliche Regelungen, um diesen Menschen zu helfen und unnötige Härten zu vermeiden.

So übernimmt das Amt Breitenbach zufolge aufgrund solcher Regelungen die vollen Wohnkosten für knapp 21 000 Haushalte, die eigentlich über den Richtwerten liegen. Die Zahl der von den Ämtern aus Kostengründen veranlassten Umzüge ging von 481 im Jahr 2017 auf 303 im Jahr 2018 zurück.

Die Anhebung der Mietzuschüsse und andere Veränderungen der sogenannten AV Wohnen zeigten positive Wirkung, sagte Breitenbach. "Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Mieten in Berlin sorgen wir so dafür, dass auch Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, in ihren Wohnungen bleiben oder eine Wohnung anmieten können." Dies sei ein wichtiger Schritt gegen Armut und soziale Ausgrenzung. 2018 lagen die Ausgaben für Wohnkosten bei rund 1,5 Milliarden Euro.