Freizeit

Das sind die besten Tipps zum Wochenende in Berlin

Ausgehen nur in der Innenstadt? Weit gefehlt. Das Veranstaltungsangebot ist in allen Berliner Stadtteilen vielfältig. Eine Auswahl.

Freizeitradler können mit dem ADFC auf Fahrt gehen.

Freizeitradler können mit dem ADFC auf Fahrt gehen.

Foto: Caroline Seidel / dpa

Entdecker-Tipp: ADFC geht auf Fahrradtour durch Neukölln

Es ist wieder soweit: Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bietet vom 5. Mai an wieder seine geführten Fahrradtouren durch die verschiedenen Berliner Bezirke an. In Neukölln ist der Treffpunkt am Sonntag um 14 Uhr an der U-Bahn-Haltestelle Rudow, am Ausgang Groß-Ziethener Chaussee. Auf der Tour gibt es die südlichen Ortsteile Neuköllns zu entdecken: Rudow, Buckow und Britz. Vom alten Rudower Ortskern geht es über einen Grünzug zum Mauerradweg mit Blick auf den alten und neuen Flughafen. Weiter dann über ruhige Straßen und Wege Richtung Gropiusstadt und das Buga-Gelände zum Schloss Britz. Vor dem Ende am U-Bahnhof Blaschkoallee kommt die Radgruppe an der Hufeisensiedlung vorbei. Insgesamt ist die Strecke rund 16 Kilometer lang und dauert etwa zweieinhalb Stunden. Die Touren sind kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Tour durch Neukölln: Sonntag 14 Uhr ab U-Bahn-Haltestelle Rudow. Der ADFC bietet auch Touren durch zehn andere Berliner Kieze an. Weitere Infos online unter https://adfc-berlin.de/kieztouren

Kunst-Tipp: Zehlendorfer Künstler stellen an den Gleisen aus

„Kunst am Gleis“ gibt es zum zweiten Mal am Sonnabend, 4. Mai, im U-Bahnhof Onkel Toms Hütte zu sehen. Die denkmalgeschützte Ladenpassage verwandelt sich erneut in einen Kunstmarkt. Die Kreativen, darunter auch Künstler aus Zehlendorf, bauen ihre Stände entlang der Gleise der U3 auf. Sie präsentieren und verkaufen Taschen, Keramik, Glas, Spielzeug und Schmuck sowie Aquarelle, Collagen, Drucke, Fotografien, Skulpturen und Zeichnungen. Kinder können selber Kunst machen. Anlässlich des Jubiläumsjahres „100 Jahre Bauhaus“ werden sie mit Riesenbauklötzen ein großes Haus bauen. Unter dem Motto „Bau-ein-Haus“ sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Waldsiedlung Onkel Toms Hütte mit ihrem Zentrum Ladenstraße und U-Bahnhof gehört zu den 30 Sehenswürdigkeiten der Berliner Grand Tour der Moderne. „Kunst am Gleis“ ist ein Projekt der Ladenstraße, des Onkel Toms Vereins und des Vereins Papageiensiedlung.

Sonnabend 10 bis 16 Uhr, Ladenpassage, U3 Onkel Toms Hütte

Wander-Tipp: Zu Wiesen und Wasserbüffeln im Tegeler Fließtal

Im Tegeler Fließtal leben seltene Vögel und Schmetterlinge. Am Ufer erstrecken sich Wiesen und Erlenbruch. Der Naturschutzbund in Reinickendorf lädt am heutigen Sonnabend zu einer Exkursion durch das Gebiet ein. Sie ist Teil der Veranstaltungen zum 250. Geburtstag des Naturforschers Alexander von Humboldt, der als Kind im Schloss Tegel lebte. Die Exkursion hat den Titel „Nicht Orinoco, sondern wildes Tegeler Fließ“. Der Biologe und Geograf Hans-Jürgen Stork weist auf die vielfältige Vegetation hin. Er zeigt Spuren, die Biber hinterlassen haben. Mit etwas Glück sind Wasserbüffel zu sehen. Auch zur Hermsdorfer Mühle führt die Exkursion. Das Tegeler Fließtal habe Modellcharakter für den Schutz vor Überschwemmung, sagt Hans-Jürgen Stork. Bei Starkregen strömt Wasser von den umgebenden Straßen in das Fließ. Es komme darauf an, die Wechselwirkungen im gesamten Gebiet zu betrachten.

Sonnabend 10–12 Uhr, Treffpunkt Kreuzung Dianastraße/Oraniendamm, Teilnahme kostenlos.

Fest-Tipp: Israel-Tag 2019 auf dem Breitscheidplatz in Charlottenburg

Der Israel-Tag kehrt in die City West zurück. Nachdem das Fest seinen Stammplatz neben dem KaDeWe 2018 verlassen hatte, um den 70. Jahrestag zur Gründung des Staates Israel auf dem Gendarmenmarkt zu feiern, hat sich die Deutsch-Israelische Gesellschaft dieses Jahr für den Breitscheidplatz in Charlottenburg entschieden. Die Feier zum 71. Jahrestag steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, des Brandenburger Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und des Botschafters des Staates Israel in Deutschland, Jeremy Issacharoff. Neben israelischen Speisen und Getränken gibt es unter anderem Live-Musik und Tänze mit Boris Rosenthal sowie Beiträge des Gofenberg-Chors und der Vorwärts-Liederfreunde. Auftreten werden auch wieder Sharon Brauner & Karsten Troyke mit jiddischen Liedern und Hits. Rund 40 Organisationen, Freundschaftsvereine und Reiseveranstalter präsentieren sich sowie das Land Israel an rund 25 Ständen.

Der Israel-Tag findet am Freitag, 10. Mai, von 15 bis 19 Uhr auf dem Breitscheidplatz statt. Eintritt frei.

Familien-Tipp: Auf den Spuren von Pippi Langstrumpf im FEZ Berlin

Wie träumt es sich unter einem Limonadenbaum? Was bedeutet es, wenn man tun, denken, glauben und laut sagen kann, was immer man will? Bei dem neuen Familienevent „Wie es mir gefällt“ an diesem Wochenende im FEZ können Familien mit Kindern ab vier Jahren rutschen, klettern, diskutieren, sich verkleiden oder sich im Märchenzelt zurücklehnen und schönen Geschichten lauschen – ganz wie es ihnen gefällt. Unschwer zu erkennen, dass Pippi Langstrumpf hier mit ihrem Song „Ich mach’ mir die Welt – Widdewidde - wie sie mir gefällt“ Pate stand. Was bedeuten Bewegungsfreiheit, Meinungsfreiheit und Glaubensfreiheit? Beim Malen unter dem Limonadenbaum oder am Wünschebrunnen soll der Begriff Freiheit für Kinder erfahrbar werden. In einer Wahlkabine und bei einer Freestyle-Demonstration werden die Jüngsten für gesellschaftliche Fragen sensibilisiert. Der Spaß steht dabei aber immer im Vordergrund.

Sbd. und So., 12 bis 8 Uhr. FEZ, Straße zum FEZ 2. Mehr Infos: www.fez-berlin.de

Kunst-Tipp: Performance in der Pfarrkirche am Loeperplatz

Vergangenes bleibt gegenwärtig als Echo, Nachhall, Spur – als Erinnerung und Vorstellung. Raum speichert die Zeit und Klang fächert die Zeit auf: Mit akustischen, elektroakustischen und digitalen Klängen bringen die Künstler Jagna Anderson, Dodi Helschinger und Anja Weber (WAH) diese Zeit- und Raumschichten zum Schwingen. In der Performance „fern-nah“ beschäftigt sich das Kunstkollektiv WAH mit der Figur der Marguerite Porète. Als Mystikerin war sie eine Lehrerin und Rebellin, die der hierarchischen mittelalterlichen Institution der Kirche eine radikal auf Liebe beruhende Ethik entgegenstellte. Dafür wurde sie 1310 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Nun erscheint ihre Figur in der Alten Pfarrkirche Lichtenberg am Loeperplatz als Spur, als Fantasiegebilde, als Projektion, als Überlagerung, als Aura, als Echo, als Fragment. Dabei entsteht ein dichtes, analog-digitales Klanggewebe, das das Publikum mit auf eine Reise zwischen Nah und Fern nimmt.

10. Mai, 19 Uhr, sowie am 11. Mai, 15 Uhr. Alte Pfarrkirche Loeperplatz, Möllendorfstraße. Der Eintritt ist frei.

Restaurant-Tipp: Schlemmereien vom Buffet bei King Wok in Marzahn

Den zahlreichen All-You-Can-Eat-Asia-Buffets in dieser Stadt haftet beileibe nicht der beste Ruf an. Kein Wunder, normal kann es ja auch nicht sein, wie man sich zuweilen zum Spottpreis den Bauch vollschlagen darf. Eine angenehme Ausnahme bildet das „King Wok“ im Freizeitzentrum „Le Prom“ am S-Bahnhof Marzahn. Auch wenn man hier natürlich keine von Sterneköchen veredelten Bio-Produkte in den Warmhalteschalen erwarten kann, deutet zumindest der Preis auf gehobeneres Niveau hin: 15,90 Euro kostet die All-you-Can-Eat-Schlemmerei am Abend. Und dafür bekommt man einiges geboten.

Neben den klassischen Fleischgerichten gehen sie bei „King Wok“ in die Breite und bieten unter anderem eine feine Auswahl Sushi an. Nicht nur die üblichen Maki, sondern auch kleine, liebevoll geformte Temaki oder Nigiri mit flambiertem Fisch. Erfreulich, dass die Speisen regelmäßig nachgefüllt werden, sogar die Garnelen. Weiteres Highlight sind die mit reichlich Knoblauch gewürzten Bohnen. Allerdings: Ein bisschen mehr Auswahl an Gemüse könnte nicht schaden. Dafür ist das Dessert umso üppiger: viele verschiedene Sorten Obst und Eiscreme, Mini-Donuts und zwei Schokoladenbrunnen, einen mit brauner, einen mit weißer Schokolade.

Wem die 15,90 Euro zu viel sind, der kann zu den Randzeiten kommen. Montagabend und Sonnabendmittag kostet das Buffet 12,90 Euro, mittags werden 8,90 Euro fällig. Das ähnelt preislich zwar anderen Anbietern, allerdings ist das Restaurant um diese Zeiten auch selten gut besucht. Kinder zwischen drei und zehn Jahren zahlen 70 Cent (mittags) oder 80 Cent (abends) pro Lebensjahr. Die Beliebtheit von „King Wok“, das besonders an den Wochenenden sehr gut besucht ist, schlägt sich im Internet wieder. Mehr als 1400 Bewertungen wurden bei Google in den vergangenen drei Jahren abgegeben. Durchschnittspunkte: 4,3 von 5.

King Wok, Märkische Allee 176, Marzahn. Öffnungszeiten täglich von 11.30 bis 16 Uhr und 17.30 bis 22 Uhr, Sonntag durchgehend geöffnet. Tel: 030/374 33 731.