Nach Zittersieg

Füchse wollen im EHF-Pokal gegen Hannover nachlegen

Nach dem Zittersieg in der Bundesliga in Stuttgart wollen die Füchse am Sonntag im EHF-Pokal den Einzug ins Final Four perfekt machen.

Bjarki Mar Elisson (l) und Paul Drux jubeln..

Bjarki Mar Elisson (l) und Paul Drux jubeln..

Foto: Peter Steffen / dpa

Berlin. Reiner Pragmatismus herrschte bei den Füchsen Berlin nach dem 34:33-Zittersieg beim TVB Stuttgart in der Handball-Bundesliga. Die Berliner konnten zwar nicht überzeugen, aber ihren Negativlauf von zuvor vier Liga-Niederlagen stoppen. „Mit dem Ganzen sind wir nicht zufrieden. Aber in dieser Situation müssen wir einfach die beiden Punkte mitnehmen“, sagte Manager Bob Hanning. Auch wenn der Manager zugeben musste, dass der Sieg etwas glücklich war. Denn der Siebenmeter, den Hans Lindberg in letzter Sekunde zum Sieg verwandelte, war umstritten. „Ehrlich gesagt war das einer wie bei Bayern in Bremen“, sagte Hanning in Anspielung auf den fragwürdigen Elfmeter am Mittwoch im DFB-Pokal. Trotzdem gab es Erleichterung: Platz fünf bleibt weiter in Reichweite. „In der Liga war dieser Sieg extrem wichtig für uns“, sagte der Sportliche Leiter Volker Zerbe.

„Müssen unseren Heimvorteil ausspielen“

Zuvor wollen die Berliner im EHF-Pokal ins Final Four einziehen. Am Sonntag empfangen sie in der Max-Schmeling-Halle den TSV Hannover-Burgdorf zum Viertelfinal-Rückspiel (15.00 Uhr). Nach dem deutlichen 34:26-Erfolg aus dem Hinspiel sind die Füchse klarer Favorit. „Wir müssen unseren Heimvorteil ausspielen und gleich für klare Verhältnisse sorgen“, sagte Nationalspieler Paul Drux.

Doch der deutliche Acht-Tore-Vorsprung kann auch trügerisch sein. „Das hört sich viel an, kann aber auch schnell weg sein. Und dann fängt man plötzlich an nachzudenken. Das sollte nicht passieren“, warnte Drux. Der 26-Jährige forderte deshalb: „Man muss mit einem 0:0 im Kopf in das Spiel gehen.“

Die Berliner werden sich nach dem Stuttgarter Zittersieg steigern müssen. „Mit dieser Leistung haben wir gegen Hannover keine Chance“, bemerkte Hanning. Besonders in der ersten Halbzeit leisteten sich die Füchse zu viele technische Fehler. Aber auch in der Defensive gibt es Verbesserungsbedarf. „Da waren wir oft nicht schnell genug auf den Beinen“, kritisierte Zerbe.