Glücksspiel

Razzia in Spielhallen und Wettbüros

Erneut ist die Polizei gegen illegales Glücksspiel und Bandenkriminalität vorgegangen. Drei von vier Spielautomaten wurden beanstandet.

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei.

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei.

Foto: dpa

Berlin. Der Berliner Senat und die Polizei haben ihre gezielten Kontrollen gegen illegales Glücksspiel und Bandenkriminalität fortgesetzt. Mit einer Razzia gingen Polizei, Steuerfahndung und Ordnungsämter am Donnerstag in Spandau und Treptow-Köpenick gegen Spielhallen, Wettbüros und Kneipen vor. Kontrolliert wurden insgesamt 27 Läden und 76 Geldspiel- und Wettautomaten, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die "beachtliche Beanstandungsquote" bei den Automaten habe bei 74 Prozent gelegen. Außerdem seien zwölf Straftaten, meist illegales Glücksspiel, und 43 Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden. In einem Lokal wurden zwei Kilo unverzollter Shisha-Tabak gefunden.

Polizei durchsucht Shisha-Bars, Spielhallen, Juweliergeschäfte und Reisebüros

Seit mehreren Monaten kontrolliert die Polizei intensiver als früher. Die Durchsuchungen von Shisha-Bars, Spielhallen oder auch mal Juweliergeschäften und Reisebüros gehören zur Strategie im Kampf gegen organisierte Kriminalität und kriminelle Clans in Berlin.

Der Senat hatte im November einen Fünf-Punkte-Plan gegen die Bandenkriminalität beschlossen. Darin ging es um eine ressortübergreifende Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft, Finanzämtern, Jobcentern, der Ausländerbehörde sowie den Ordnungs- und Jugendämtern. Angekündigt wurden unter anderem verstärkte Gewerbe- und Finanzkontrollen zur Verhinderung von Geldwäsche über Scheingeschäfte und dubiose Bars.