„Workers’ Memorial Day“

Gedenkminute für im Job verunglückte Arbeitnehmer am Freitag

Am Freitag ist der „Workers’ Memorial Day“. Die IG Bau ruft Beschäftigte dazu auf, am Freitag um 12 Uhr kurz die Arbeit niederzulegen.

Bei Mäharbeiten verunglückter Traktor

Bei Mäharbeiten verunglückter Traktor

Foto: Alexander Keutz / dpa

Berlin.  Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat für Freitag, 12 Uhr, alle Arbeitnehmer zu einer Gedenkminute für im Job tödlich verunglückte Kollegen aufgerufen. Anlass ist der „Workers’ Memorial Day“ am 28. April. Da der Gedenktag auf einen Sonntag fällt, ruft die Gewerkschaft bereits für Freitag zu einer Gedenkminute auf.

Der Workers’ Memorial Day hat seinen Ursprung im Jahr 1984 in Kanada. Damals rief die Gewerkschaft für Angestellte im öffentlichen Dienst dazu auf, der im Arbeitsleben verstorbenen Mitarbeiter zu gedenken. Seitdem wird der Gedenktag am 28. April weltweit begangen.

Nach Angaben der Gesetzlichen Unfallversicherung gab es im vergangenen Jahr 1,06 Millionen meldepflichtige Arbeitsunfälle in Deutschland – 741 davon mit tödlichem Ausgang. „Wer in der Bau- und Landwirtschaft arbeitet, hat dabei ein besonders hohes Risiko. Mit dem richtigen Arbeitsschutz lässt sich die Gefahr zwar nicht beseitigen, aber stark reduzieren“, sagte Carsten Burckhardt, Mitglied im Bundesvorstand der IG BAU. Die hohe Auftragslage am Bau dürfe nicht dazu führen, Abstriche bei der Arbeitssicherheit zu machen. „Das ist ein Sparen am falschen Ende und ein Spiel mit der Gesundheit der Beschäftigten“, so Burckhardt weiter.