Freizeit in Berlin

Zehn tolle Freizeit-Tipps für den Mini-Sommer in Berlin

26 Grad in Berlin: Hier können Sie das tolle Wetter im Grünen, auf dem Wasser, im Sand oder zwischen wilden Tieren genießen.

Eine Touristin filmt die Kirschblütenallee in Lichterfelde Süd im Sonnenschein.

Eine Touristin filmt die Kirschblütenallee in Lichterfelde Süd im Sonnenschein.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Wohin in Berlin an einem Frühsommertag? Noch ist Frühling. Doch in dieser Woche stehen zwei Sommertage bevor. Für Donnerstag sagen die Meteorologen 26 Grad voraus, für Freitag immerhin noch 24 Grad. Zehn Tipps, wo Sie die schönen Stunden genießen können.

1. Tierpark

Die kleine Eisbärin ist fast fünf Monate alt und hat vor kurzem den Namen Hertha bekommen. Namenspate ist der Fußballverein Hertha BSC. Lange hat das Baby mit Mutter Tonja in der Wurfhöhle gelebt. Jetzt tappst es zur Freude der Besucher auch schon draußen umher und erkundet neugierig die felsige Umgebung. Gern badet das Kleine im Wasserbecken.

Hertha kam am 1. Dezember zur Welt, ist kräftig und hat sich gut entwickelt, zur Erleichterung von Zoo-Direktor Andreas Knieriem und seinen Mitarbeitern. Denn die Sterblichkeitsrate unter Eisbärenbabys ist hoch. Herthas Vater ist der Eisbär Wolodja, der jetzt in einem niederländischen Zoo lebt.

Tierpark Berlin, Am Tierpark 125, geöffnet 9-18.30 Uhr, Kasse 9-17 Uhr, Tickets 14,50 Euro, Kinder bis 15 Jahre 7,50 Euro, Familientickets 24-38 Euro

2. Botanischer Garten

Die Farbenpracht des Frühlings kann man bei einem Rundgang im Botanischen Garten in Dahlem genießen. Narzissen, Magnolien, Kirschbäume und Buschwindröschen blühen. Im Sumpf- und Wasserpflanzengarten sind Sumpfdotterblumen und Schlüsselblumen zu sehen. Flieder und Forsythien stehen am Weg durch das Arboretum. Blühende Obstbäume umgeben den Rosenpavillon.

Wildtulpen aus Zentralasien entfalten ihre Blüten, Primeln, Krokusse und Blaustern leuchten. Auch die Gewächshäuser sind einen Besuch wert. Im Mittelmeerhaus wachsen Riesenfenchel und Drachenwurz.

Botanischer Garten, Eingang Unter den Eichen 5-10, geöffnet 9-20 Uhr, Gewächshäuser und Botanisches Museum 9-19 Uhr, Eintritt sechs, ermäßigt drei Euro, Familienkarten sieben bis 12 Euro.

3. Strandbad Wannsee

Über den See gucken, am Strand liegen und die Wärme genießen – das Strandbad Wannsee ist ein Muss an schönen Ferientagen. Fast 1300 Meter lang und 80 Meter breit ist der Strand. 200 Strandkörbe stehen bereit. Man kann es sich auch im Liegestuhl oder unter dem Sonnenschirm bequem machen. Das Wasser ist flach in Strandnähe und wird nur allmählich tiefer. Aber noch ist es nur zwölf Grad warm. Da reicht es, wenn man erst mal die Füße in den See taucht.

Wer dennoch ins kalte Nass springt, kann sich hinterher beim Beachvolleyball aufwärmen oder auf dem Spielplatz das neue neue Holzschiff entern. Berühmt ist die Architektur des Strandbads. Es wurde 1929/30 im Stil der neuen Sachlichkeit errichtet und steht unter Denkmalschutz.

Strandbad Wannsee, Wannseebadweg 25, Zehlendorf, geöffnet Mo.-Fr. 12-18, Sbd./So. 10-18 Uhr, Eintritt bis Ende April 3,50 Euro. Strandkorb acht Euro pro Tag, Liegestuhl vier Euro pro Tag (zwei Euro Pfand), Sonnenschirm drei Euro pro Tag.

4. Das Tempelhofer Feld

Das rund 300 Hektar große Gelände eignet sich bestens für einen Familienausflug. Auf den einstigen Start- und Landebahnen kann man mit Inline Skates, Rollschuhen, Fahrrad und Tretroller fahren. Ballspielen ist auf den Bolzplätzen oder auf dem Rasen möglich. Es gibt ein Picknick-Areal und eine Fläche für Boule.

Grillen ist auf drei Flächen in der Nähe der Eingänge Tempelhofer Damm, Oderstraße und Columbiadamm erlaubt. Allerdings muss man den Grill mitbringen. Der Grillständer sollte mindestens 25 Zentimeter hoch sein, damit das Gras nicht beschädigt wird.

Tempelhofer Feld, Eingänge am Tempelhofer Damm nahe S- und U-Bahnhof Tempelhof, am Columbiadamm / Lilienthalstraße, sowie an Oderstraße / Herrfurthstraße, geöffnet im April 6-20.30 Uhr, Eintritt frei.

5. Stand-Up-Paddling auf dem Schlachtensee

Der sommerliche Trendsport ist jetzt schon am Schlachtensee möglich: auf dem Board stehen, das Paddel eintauchen und langsam über den See gleiten. Dabei werden Gleichgewicht und Koordination geschult. Wer im Stand Up Paddling geübt ist, schafft es in einer Stunde bis zum anderen Ende des Sees und wieder zurück zur Ausleihstation.

Man kann das Board vorher online buchen oder auch spontan vorbeikommen. Es empfiehlt sich Sonnencreme und einen Sonnenhut mitzubringen, und Wasserschuhe, denn am Strand liegen kleine Steine und Äste.

Stand Up Paddling Berlin Schlachtensee, Fischerhüttenstraße 136, geöffnet 10-19 Uhr (bei schönem Wetter), SUP-Verleih für eine Stunde ab 15 Euro, Tel. 030 21 47 11 09, www.steh-paddler.com

6. Mit dem Ausflugsschiff durch die Stadt

Das schöne Wetter genießen, die berühmten Bauten der Stadt sehen und das, ohne große Fußmärsche zurückzulegen – die vielen Ausflugsschiffe in Berlin bieten diese Möglichkeit. Die City-Tour der Stern- und Kreisschifffahrt führt zur Oberbaumbrücke, am Nikolaiviertel und am Humboldt Forum vorbei, man sieht den Fernsehturm, den Berliner Dom, die Bauten der Museumsinsel, das Regierungsviertel und das Bundeskanzleramt.

Fahrten über Spree und Landwehrkanal, und unter 64 Brücken hindurch bietet die Reederei Riedel an. Auch Touren zum Müggelsee, Fahrten über den Tegeler See und eine Sieben-Seen-Rundfahrt ab Wannsee sind bei schönem Wetter ein Genuss.

Infos zu Fahrten, Preisen und Anlegestellen unter https://reederei-riedel.de, www.sternundkreis.de, www.berlin.de/tourismus/dampferfahrten/

7. Zoologischer Garten

Im Zoo kann man Deutschlands einziges Pandabären-Pärchen sehen. Seit 2017 leben die Tiere mit dem schwarz-weißen Fell, dem runden Gesicht und den puscheligen Ohren in Berlin. Das Weibchen Meng Meng ist fünf, Jiao Qing acht Jahre alt. Beide sind ihrer Natur nach Einzelgänger, doch zur Paarungszeit Anfang April sind sich die beiden nähergekommen. Damit es mit dem Nachwuchs auch klappt, haben Spezialisten mit einer künstlichen Besamung von Meng Meng nachgeholfen. Ob das erfolgreich war, wird sich frühestens im Juni zeigen.

Auch die vielen anderen Zoo-Tiere sind einen Besuch wert. Zwar sind die Wege lang. Doch das Gepäck und die jüngsten Familienmitglieder können im Bollerwagen transportiert werden, der für fünf Euro am Eingang Löwentor auszuleihen ist.

Zoologischer Garten, Hardenbergplatz 8, geöffnet 9-18.30 Uhr, Tageskarten 15,50 Euro, Kinder bis 15 Jahre acht Euro, Familientickets 26 bis 41 Euro.

8. Seilbahn-Fahrten

Die Seilbahn-Fahrt über die Gärten der Welt Fahrt dauert nur fünf Minuten, aber sie bietet großartige Ausblicke. In der Seilbahn-Kabine schwebt man von der Station Kienberg Park zur Station „Gärten der Welt“ am Blumberger Damm. Zwischenstopp ist auf dem 110 Meter hohen Kienberg. Vom Wolkenhain, einem Aussichtsbauwerk auf dem Plateau, kann man das Stadtzentrum und den Fernsehturm sehen.

Wer es nicht so beschaulich mag, kann auch die rasante Fahrt auf der Sommerrodelbahn machen. Im Bob fährt man eine 500 Meter lange Strecke vom Kienberg abwärts und erreicht bis zu 40 Kilometer pro Stunde. Unten rollt das Gefährt auf den Panorama-Kreisel, der in acht Metern Höhe einen Ausblick auf die Gärten der Welt bietet.

Seilbahn Gärten der Welt, Blumberger Damm 40, Marzahn, geöffnet täglich 10-18 Uhr, Hin- und Rückfahrt 6,50 Euro, ermäßigt vier Euro, Naturbobbahn täglich 10-17.30 Uhr, Ticket 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

9. Park am Gleisdreieck

Den Blick zum Potsdamer Platz und zum U-Bahn-Viadukt kann man im Park am Gleisdreieck genießen. Erholen und Picknicken auf den großen Rasenflächen, Yoga üben, Schaukeln, Inline-Skaten, Tischtennis oder Ball spielen oder anderen beim Sporttreiben zugucken – Vieles ist möglich. Es gibt kleine Wälder, einen interkulturellen Garten und einen Naturerfahrungsraum.

Alte Gleise, Signalanlagen und Prellböcke verweisen auf die Geschichte des großen ehemaligen Bahngeländes, das heute in den Ost- und den Westpark unterteilt wird. In der Nachbarschaft liegt das Deutsche Technikmuseum mit seinen interessanten Bauten und Außenanlagen.

Park am Gleisdreieck, Möckernstraße 26, Eintritt kostenlos, rund um die Uhr geöffnet.

10. Domäne Dahlem

An einem sonnigen, warmen Tag empfiehlt sich ein Ausflug zur Domäne Dahlem. Das einstige Rittergut ist heute ein Freilichtmuseum für Agrar- und Ernährungskultur. Viele Tiere werden auf dem Hof gehalten, darunter Deutsche Sattelschweine, Rauhwollige Pommersche Landschafe, Schraubenhörnige Bulgarische Langhaarziegen und Rinder der Rassen Rotes Höhenvieh und Alte Deutsche Schwarzbunte. Auch Sperberhennen und Pommernenten leben in der Domäne, und ein Honigbienen-Volk.

Im Hofladen sind Produkte der Domäne zu haben wie Kräutertees, selbstgemachte Marmeladen und Blütenhonig, aber auch Speck und Wurst von den Sattelschweinen. Im einstigen Herrenhaus ist ein Museum eingerichtet. Dort sind ein alter Kaufmannsladen und eine Fleischerei nachgebaut.

Domäne Dahlem, Königin-Luise-Straße 49, Zehlendorf, Gelände täglich 7- 22 Uhr geöffnet, Hofladen Mo.-Fr. 10-18 Uhr, Sbd. 8-14 Uhr, Museum Mi.-So., 10-17 Uhr. Der Eintritt zum Gelände ist frei. Museumseintritt: fünf, ermäßigt drei Euro, bis 18 Jahre frei.