Bildungspolitik

Verbeamtung von Lehrern: CDU greift Staatssekretärin an

Es gibt Kritik an Beate Stoffers, weil sie weiter auf Quereinsteiger an Berlins Schulen setzen will.

Kaum im neuen Amt, schon in der Kritik: Bildungs-Staatssekretärin Beate Stoffers.

Kaum im neuen Amt, schon in der Kritik: Bildungs-Staatssekretärin Beate Stoffers.

Foto: Reto Klar

Die Berliner CDU kritisiert die neue Bildungs-Staatssekretärin Beate Stoffers (SPD), weil diese weiter auf Quereinsteiger als Lehrkräfte an den Schulen setzt. „Es ist kein guter Start, wenn Berlins neue Schul-Staatssekretärin Fehler ihres Vorgängers wiederholt“, sagte die Bildungsexpertin der Fraktion, Hildegard Bentele.

Statt die freien Stellen durch fachfremde Quereinsteiger zu besetzen, solle Stoffers lieber gemeinsam mit der Senatorin Sandra Scheeres, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh und der bildungspolitischen Sprecherin der SPD Maja Lasic gegen alle Bedenkenträger und Blockierer in der Koalition die Verbeamtung von Lehrkräften „entschlossen durchsetzen“.

Unterrichtsqualität lasse sich so nicht verbessern

Stoffers hatte als Sprecherin der Bildungssenatorin das Amt von Mark Rackles übernommen. In ihrem ersten großen Interview in der Morgenpost hatte sie angekündigt, die 2200 freien Lehrerstellen vor allem mit Quereinsteigern besetzen zu wollen.

„Damit wird sie ihr Ziel von mehr Unterrichtsqualität sicher nicht erreichen, vor allem wenn es weiterhin keine Qualitätsregeln für Quereinsteiger gibt“, warnte Bentele. So sollten die pädagogisch unerfahrenen Kräfte eben nicht in der Schuleingangsphase oder als Klassenlehrer eingesetzt werden. Oberste Priorität müsse jedoch sein, die 847 ausgebildeten Lehrer, die Berlin verlassen wollen, in der Stadt zu halten.

Ergebnisse der Überprüfungen sollen öffentlich gemacht werden

Dass Stoffers verbindliche Leistungsüberprüfungen ankündigt, findet die CDU-Politikerin gut. „Wie schön, dass die SPD zumindest hier endlich aufgewacht ist“, sagte Bentele. Grüne und Linke hätten dies bisher vehement abgelehnt. „Wir sind gespannt, wie lange es zur tatsächlichen Einführung dauern wird, und erwarten, dass die Ergebnisse der Überprüfungen auch öffentlich gemacht werden.“