Protestaktionen

Hunderte bei Ostermarsch und „Die In“ in der Mall of Berlin

Die Tradition des Ostermarsches lebt weiter, wenn auch bescheiden. Spektakulär war ein Flashmob von Öko-Aktivisten in einer Mall.

Teilnehmer am Ostermarsch vor der Volksbühne

Teilnehmer am Ostermarsch vor der Volksbühne

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin.  Mit einem sogenannten „Die-in“ in Mitte haben Dutzende Menschen gegen die Konsumgesellschaft demonstriert. Die Aktivisten stürmten in bunten Outfits eine Shoppingmall am Leipziger Platz und legten sich wie tot auf den Boden, sagte Annemarie Botzki von der Organisation Extinction Rebellion, welche zu der Aktion aufgerufen hatte.

Die Polizei sprach von etwa 50 Teilnehmern, die Veranstalter von rund 120. Mit dem Flashmob wollten die Aktivisten auf das Artensterben und das Sterben des Planeten aufmerksam machen, erklärte Botzki. Ihren Worten zufolge ist der CO2-Ausstoß im Modesektor größer als der in der Flug- und Schifffahrt zusammengerechnet.

Demonstranten fordern Abschaffung der Nato

Knapp 1000 Menschen haben derweil in Berlin für den Frieden demonstriert. Dem Thema angemessen blieb bei dem Ostermarsch am Karsamstag alles friedlich, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Demonstrierenden forderten auf Plakaten und in Redebeiträgen die Abschaffung der Nato. Außerdem wurde gefordert, bessere Kontakte mit Russland aufzunehmen. Deutschland und die USA wurden als „Kriegstreiber“ bezeichnet.

Nach einer Kundgebung zogen die Demonstrierenden vom Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte durch die Innenstadt. Laut Polizeiangaben hatten die Veranstalter 2500 Demonstrierende angemeldet.