U-Bahn in Berlin

Tunneldecke abgebröckelt: U-Bahn U2 fährt wieder

Nach der Unterbrechung zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Senefelderplatz fährt die U2 wieder. Die Schönhauser Allee bleibt gesperrt.

Am Rosa-Luxemburg-Platz fahren wieder die U-Bahnen.I m U-Bahn-Tunnel waren Schäden entdeckt worden.

Am Rosa-Luxemburg-Platz fahren wieder die U-Bahnen.I m U-Bahn-Tunnel waren Schäden entdeckt worden.

Foto: Thomas Fülling

Berlin. Wegen eines Schadens an der Tunneldecke musste die U-Bahnlinie U2 am Donnerstag und auch am Karfreitag zeitweise unterbrochen werden. Im Tunnel der U-Bahnlinie U2 hatte sich ein Hohlraum gebildet und Teile der Decke waren abgestürzt.

Am Freitagmorgen fuhren seit 6 Uhr keine Züge mehr zwischen den Stationen Rosa-Luxemburg-Platz und Senefelderplatz. Am Vormittag wurde ein Blech an der betroffenen Stelle angebracht, um zu verhindern, dass weitere Tunnelteile abbrechen.

Kurz nach 10 Uhr konnte der Zugverkehr der U2 wieder aufgenommen werden. Allerdings können die Züge aus Sicherheitsgründen in dem betroffenen Tunnelbereich zurzeit nur im Schritttempo fahren. Es kommt auf der Linie U2 weiterhin zu Zugausfällen und Verspätungen. Bereits am Donnerstagmittag waren zwischenzeitlich wieder Züge der U2 gefahren, ebenfalls äußerst langsam.

BVG-Sprecherin Petra Nelken sagte der Berliner Morgenpost, dass die Schäden so bald wie möglich, jedoch erst nach Ostern, repariert werden sollen.

Abschnitt an der Schönhauser Allee für Autoverkehr gesperrt

Folgen haben die Schäden an der Tunneldecke auch für den Autoverkehr: Die Schönhauser Allee, die über der U-Bahn-Strecke verläuft, wurde nördlich der Torstraße in Richtung Pankow gesperrt. Wie ein BVG-Sprecher sagte, hätten die Statiker zur Sperrung geraten. Der Grund: Bis zur endgültigen Absicherung der Tunneldeck sollen durch den Autoverkehr entstehende Erschütterungen vermieden werden.

Eine langfristige Sperrung konnte Sprecherin Nelken nicht bestätigen. Zunächst hatte es geheißen, dass der Straßenabschnitt zwischen Torstraße und Senefelder Platz wegen der Reparaturarbeiten für mehrere Wochen gesperrt bleiben müsse. Statiker hatten den Tunnel bereits am Gründonnerstag untersucht und eine erste Entwarnung gegeben, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten.

Techniker entdeckten Hohlraum an Tunneldecke

Ein BVG-Sprecher sagte zu den Schäden im Tunnel, in der Nacht zu Donnerstag seien Techniker wie üblich Teile der U-Bahntunnel zur Kontrolle abgegangen. An der Tunneldecke hätten sie einen Hohlraum hinter der Wand entdeckt. Daraufhin hätten sie den Beton abgeklopft, damit er nicht von selber abbröckelt.

Weil der Hohlraum etwas größer gewesen sei, habe man dann lieber den Tunnel gesperrt und den Statiker gerufen. Die etwa 80 Zentimeter lange Stelle müsse nun repariert werden. BVG-Sprecherin Nelken hatte der Morgenpost am Donnerstagmorgen gesagt: „Es ist ein Stück Tunneldecke heruntergekommen." Damit die Statiker ins Gleisbett konnten, musste der Strom abgeschaltet werden.

Die BVG hatte beim Kurznachrichtendienst Twitter zunächst mitgeteilt, dass der U-Bahnverkehr zwischen Rosa-Luxemburg-Platz und Senefelderplatz „wegen einer technischen Störung“ unterbrochen sei. Das Unternehmen empfahl, ab Eberswalder Straße auf die Tramlinien M1 und M8 auszuweichen - oder die 450 Meter lange Strecke zwischen den beiden U-Bahnhöfen zu laufen. Zunächst war ein Ersatzverkehr mit Taxen eingerichtet worden. Das sei nicht ungewöhnlich, so BVG-Sprecherin Nelken. „Das ist die schnellste Möglichkeit“, sagte sie.

Die FDP forderte: "Die BVG sollte die Ursache des Problems schnell untersuchen und ggf. auch an anderen, insbesondere alten Tunnelteilen verstärkte Untersuchungen durchführen." Sie müsse sicherstellen, dass es keine weiteren vergleichbaren Schwachstellen gebe. "Die BVG ist hier in der Pflicht alle Zweifel und Bedenken auszuräumen."