Prozesse

160 Kilo Cannabis in Berliner Wohnung: Angeklagter gesteht

Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia.

Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia.

Foto: dpa

Berlin. Nach einem Fund von mehr als 160 Kilogramm Cannabis in Berlin-Spandau hat ein 28-Jähriger vor dem Landgericht gestanden. Er habe die Drogen von Mittätern übernommen und in seiner Wohnung gelagert, erklärte der Angeklagte am Montag zu Prozessbeginn. Zudem habe er eine scharfe Pistole in einem Küchenschrank verwahrt. Die Waffe sei allerdings nicht geladen gewesen sein. Dem geständigen Mann wird außerdem ein gewalttätiger Übergriff auf seine damalige Freundin zur Last gelegt. Die Frau habe Hämatome erlitten.

Fünf Tage nach mutmaßlichen Schlägen gegen die Frau im Oktober 2018 hatte die Polizei laut Anklage bei einer Durchsuchung der Wohnung des Paares insgesamt 163 Kilogramm Cannabisprodukte sichergestellt. Die Drogen habe der 28-Jährige "überwiegend in Umzugskisten im Ankleidezimmer" gelagert. Zudem wurden rund 132 000 Euro entdeckt, die aus Sicht der Staatsanwaltschaft aus Drogengeschäften stammten.

Der seit sechs Monaten inhaftierte Angeklagte erklärte über seine beiden Verteidiger, er wolle "vor Gericht reinen Tisch machen und sich aus der Szene verabschieden". Seiner ehemaligen Lebensgefährtin habe er im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs ein Schmerzensgeld von 1200 Euro angeboten. Der Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung, bewaffneten Handels mit Drogen und Verstoßes gegen das Waffengesetz wird am 18. April fortgesetzt.