Ein Hoch auf Vinyl

Berlin feiert am Sonnabend den Record Store Day

Vinyl lebt - und wie! In Berlin beteiligen sich 14 Plattenläden am Record Store Day und feiern die Leidenschaft für die Schallplatte.

Ein Mitarbeiter prüft eine frisch gepresste Schallplatte.

Ein Mitarbeiter prüft eine frisch gepresste Schallplatte.

Foto: Jan Woitas / dpa

Berlin. Unwissenden dürften Ankündigungen wie „Limited Edition 7“ + Merch bag“, „Original New York Test Pressing“ oder „Collection Box Set (26x7““ nur ein müdes Schulterzucken entlocken. Für echte Plattenfans sind sie Gegenstand schlafloser Nächte und Objekt der Begierde.

Wenn am 13. April zum zwölften Mal der Record Store Day, der internationale Tag der unabhängigen Plattenläden, stattfindet, wird das weltweit mit der Veröffentlichung von hochwertigen und seltenen Tonträgern gefeiert. Mit 3000 teilnehmenden Plattenläden, die Konzerte, Meet & Greets und Partys veranstalten, gilt der Record Store Day heute als größtes Musikevent der Welt. „Wichtiger als Weihnachten“, fand 2011 sogar die „L.A. Times“.

Pearl Jam übernehmen Schirmherrschaft

In Berlin beteiligen sich 14 Plattenläden. Darunter HHV Records an der Grünberger Straße in Friedrichshain und Dodo Beach an der Vorbergstraße in Schöneberg mit Konzerten, Drinks und natürlich mit dem Verkauf der begehrten Sondereditionen von Musikern wie Elvis Presley, Aretha Franklin und Al Green. Seinen Ursprung hat der Record Store Day in den USA, wo er 2008 von Michael Kurtz ins Leben gerufen wurde, um jene in den Fokus zu rücken, die mit ihrer Leidenschaft einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der vielfältigen Musikkultur durch einen unabhängigen Tonträger-Facheinzelhandel leisten.

Mittlerweile nehmen neben den USA und Deutschland auch Kanada, Großbritannien, Irland, Frankreich, Holland, Belgien, Italien, Brasilien, Japan, Hongkong, Schweden, Dänemark, Israel, Griechenland, Australien und Neuseeland am Record Store Day teil. Die internationale Schirmherrschaft hat in diesem Jahr die US-amerikanische Band Pearl Jam übernommen.