Badesaison 2019

Wieso Schwäne die Schwimmbadsaison gefährden

Vor einem Problem steht das Sommerbad Mariendorf. Im Nichtschwimmerbecken siedelten sich zwei Schwäne an.

Das Strandbad Ploetzensee soll zwei neue Bereiche für Kinder bekommen.

Das Strandbad Ploetzensee soll zwei neue Bereiche für Kinder bekommen.

Foto: Amin Akhtar

Berlin.  Drei Strandbäder, die am 1. Mai öffnen, haben neue Pächter. Michel Verhoeven, ein holländischer Unternehmer, will im Strandbad Plötzensee zwei Bereiche für Kinder anlegen. Zudem werde es ein Areal für Erwachsene mit Lagerfeuer, Musik und kleinem Restaurant geben, kündigte Verhoeven am Freitag bei bei einem Gespräch der Berliner Bäderbetriebe an. Geplant sind auch Angebote wie Sauna und Yoga. Im Winter werde das Bad kostenlos öffnen, so Verhoeven.

Auch im Strandbad Grünau an der Sportpromenade stehen Änderungen bevor. Neuer Pächter ist die GSM GmbH. Es gebe viel Zuzug in Grünau, sagte Christian Rücker, Vertreter des Pächters. Man setze darauf, dass vor allem Familien das Bad besuchen. Deshalb sollen ein Indoor-Spielplatz und eine Spielfläche im Freien angelegt werden, jedoch erst 2020.

Strandbad Grünau soll eine Beachbar bekommen

Dieses Jahr sind umfangreiche Sanierungen und Umbauarbeiten vorgesehen. Sand und Rasen müssten erneuert, Gebäude entkernt und Wände herausgerissen werden. Dennoch werde der Freibad-Bereich öffnen, so Rücker, der selbst in Grünau wohnt. „Die gastronomische Versorgung ist aber noch nicht so umfangreich.“ Eine Beachbar ist vorgesehen. Auch für City-Camping soll das Areal offen stehen.

Zudem soll der Eintritt sinken. „Wir orientieren uns an den Preisen der Berliner Bäderbetrieben“, so Rücker. Dort zahlen Erwachsene 5,50 Euro in den Strand- und Sommerbädern. Der bisherige Pächter des Strandbads Grünau hatte acht Euro verlangt.

Im Sommerbad Mariendorf lebt zurzeit ein Schwan

Im Strandbad Wendenschloss soll zum Start der Badesaison ein neues Café eröffnen. Ein neues Volleyball-Feld sei geplant, heißt es auf der Website des Bads. Die Renaturierung der Uferkante ist für 2020 vorgesehen. Vor einem besonderen Problem steht das Sommerbad Mariendorf. Im Nichtschwimmerbecken siedelten sich vor mehreren Wochen zwei Schwäne an, die ursprünglich am Blümelteich heimisch waren. Doch dort haben Sanierungsarbeiten begonnen.

Anfang April seien beide Tiere aus dem Bad verschwunden, sagte Matthias Oloew, Sprecher der Bäderbetriebe. „Jetzt ist ein Schwan zurückgekehrt.“ Nach Ostern wollen Vertreter der Bäderbetriebe und des Bezirksamtes mit Tierschützern beraten, wie sie mit dem Vogel umgehen. Oloew: „Er muss natürlich das Bad verlassen, das ist klar. Sonst kann der Badebetrieb nicht aufgenommen werden.“