Wirtschaft

Humboldt-Uni und Unternehmer arbeiten enger zusammen

Die Universität hat mit den Unternehmensverbänden eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Es geht auch um die Zukunft der Studenten.

Die Humboldt-Universität mit der Statue Alexander von Humboldts.

Die Humboldt-Universität mit der Statue Alexander von Humboldts.

Foto: dpa Picture-Alliance / Eibner-Pressefoto

Berlin.  Die Unternehmen in Berlin und Brandenburg und die Humboldt-Universität zu Berlin wollen sich in Zukunft noch intensiver darum kümmern, Forschungsergebnisse rasch in die betriebliche Praxis zu übertragen. Vor allem im Bereich des digitalen Wandels von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft versprechen sie sich Fortschritte. Sabine Kunst, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), und Frank Büchner, Präsident der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), unterzeichneten dazu am Montag in Berlin eine Kooperationsvereinbarung.

Unternehmen brauchen innovative Lösungen

„Innovative digitale Lösungen sind für die Unternehmen heute überlebenswichtig“, sagte Büchner anschließend. „Mit der Humboldt-Universität haben wir eine der führenden Hochschulen der Bundesrepublik an unserer Seite. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Betrieben Innovationen noch rascher zugänglich zu machen, damit sie sich im harten Wettbewerb behaupten können.“

Kunst erklärte: „Im Jahr des 250. Geburtstags von Alexander von Humboldt sehen wir unsere Universität mehr denn je als innovative Bildungs- und Forschungsstätte. Wir brauchen Nachwuchs mit guten Ideen und Mut für neue Wege. Strategische Partnerschaften mit Unternehmen und Verbänden sind die Brücke für einen schnellen Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft..“

Für einen Austausch von Wissenschaft und Wirtschaft

UVB und HU arbeiten bereits seit rund 25 Jahren zusammen. Vom Ausbau der Kooperation versprechen sich beide Seiten in naher Zukunft wirtschaftlichen Nutzen.

„Berlin ist Deutschlands Hotspot für Startups und Unternehmensgründungen und zugleich ein Labor für neue Technik und Geschäftsmodelle. Auch viele junge Firmen mit akademischem Hintergrund entwickeln hier neue Produkte und Verfahren. Wir streben an, sie mit etablierten Firmen aus unseren Verbänden zusammenzubringen – das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit auf beiden Seiten“, befand Büchner.

Career Center soll Studierenden in Arbeitsmarkt helfen

„Im Bereich der Forschung bündeln wir unsere Stärken bereits durch unsere Allianz mit der Freien Universität, der Technischen Universität und der Charité“, fügte Sabine Kunst hinzu. „Die Zusammenarbeit mit den UVB hilft uns, die Kontakte in die Praxis weiter zu stärken.“

Ein weiterer Aspekt der Kooperation ist das Career Center der HU, das den Studierenden den Übergang von der Hochschule in die Arbeitswelt erleichtern soll. HU und Unternehmensverbände sehen in diesem Instrument den Schlüssel dazu, mehr Absolventinnen und Absolventen nach ihrem akademischen Abschluss in der Region zu halten.

„Mit unseren Netzwerken in die Unternehmen und unserer Kenntnis der Berufswelt können wir Studierenden helfen, rasch auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Für die Unternehmen wiederum sind gut ausgebildete Fachkräfte der entscheidende Faktor für ihre Wettbewerbsfähigkeit“, urteilte Büchner.