Agrar

Alles wieder Spargel: Zeit fürs Königsgemüse

Frisch geernteter Spargel liegt in einer Kiste.

Frisch geernteter Spargel liegt in einer Kiste.

Foto: dpa

Klaistow. Stechen, waschen und sortieren: In Brandenburg hat die Erntezeit für Spargel begonnen. Traditionell wurde am Montag die Saison in Beelitz (Potsdam-Mittelmark), Brandenburgs größtem Spargelanbaugebiet, eröffnet, diesmal im Spragel- und Erlebnishof Klaistow. Nachdem es im Vorjahr lange kühl war, können sich die Bauern in diesem Jahr bereits über warmes und sonniges Wetter freuen, das den Spargel gut gedeihen lässt.

Das kalorienarme Gemüse wächst am besten in der "märkischen Streusandbüchse", wie die sandigen Böden der Region heißen. Auf einem Hektar stehen nach Angaben des Agrarministeriums in den Dämmen etwa 25 000 Pflanzen. In der Ernte sind traditionell Saisonkräfte eingesetzt, einst stammten sie in der Regel aus Polen, heute sind es meist Rumänen. Geübte Kräfte schaffen an kalten Tagen etwa 80 Kilogramm und an warmen 150 Kilogramm. Zu Hochzeiten sind es auch mal 300 Kilogramm.

In Beelitz wächst Spargel auf 1700 Hektar. Insgesamt steht er landesweit auf rund 3900 Hektar. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt rund 22 200 Tonnen geerntet.

1870 wurde der erste Beelitzer Spargel auf Berliner Märkten verkauft. Seit dem vergangenen Frühjahr ist das Edelgemüse als EU-Marke geschützt. Nur Stangen, die rund um Beelitz gewachsen sind, dürfen das Siegel "geschützte geografische Angabe" tragen.