Organisierte Kriminalität

Polizei löst Chefermittler gegen Clan-Kriminalität ab

Dezernatsleiter Dirk Jacob verliert seinen Posten. Mit dem Wechsel soll er nicht einverstanden gewesen sein.

Dezernatsleiter Dirk Jacob.

Dezernatsleiter Dirk Jacob.

Foto: Steffen Pletl

Berlin. Die Personalrochaden im Berliner Landeskriminalamt (LKA) gehen weiter: Der bisherige Leiter des Dezernats zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität, Dirk Jacob, muss nach Informationen der Berliner Morgenpost seinen Posten räumen. Zuerst hatte die Berliner Zeitung darüber berichtet.

Mit Jacob verliert das LKA den Chef-Ermittler gegen organisierte Clan- und Bandenkriminalität. Dem Vernehmen soll er mit seiner Ablösung nicht einverstanden gewesen sein. Der Stellvertreter des LKA-Leiters sei von Polizeipräsidentin Barbara Slowik schon vor etlichen Wochen und ohne Angaben von Gründen gebeten worden, den Personalwechsel vorzubereiten.

Welche Position Jacob künftig ausfüllen soll, ist ebenso offen wie die Frage, wer ihm nachfolgen soll. Eine Sprecherin der Polizei sagte lediglich, die Polizei äußere sich grundsätzlich nicht zu Personalien. Nach Informationen der Berliner Morgenpost ist Jacob zurzeit krankgeschrieben.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte Jacobs Ablösung. „Wir können die Entscheidung nicht nachvollziehen, weil wir Dirk Jacob als sehr kompetenten und angesehenen Leiter des LKA 41 kennen. Die Polizeipräsidentin wird ihre Gründe dafür haben. Wir bedauern diesen Schritt und hoffen, dass er gesundheitlich schnell wieder auf die Beine kommt“, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro.

Im LKA war kürzlich erst der Posten eines ständigen Vertreters des amtierenden LKA-Leiters Steiof geschaffen worden. Auch davor hatte es in Führungspositionen Personalwechsel gegeben.