Berlins Bezirke

Das sind die Tipps zum Wochenende in Berlin

Ausgehen nur in Mitte? Weit gefehlt. Das Veranstaltungsangebot ist in allen Berliner Stadtteilen vielfältig. Eine Auswahl.

Das Museum mit dem hängenden Flugzeug steckt voller Wissen.

Das Museum mit dem hängenden Flugzeug steckt voller Wissen.

Foto: Reto Klar

Technikmuseum: So viel Chemie steckt im Alltag und in Berlin

Eltern wittern die Gefahr natürlich überall: Wenn es in Lebensmitteln nicht der böse Zucker ist, der ihren Kindern hinterrücks gefährlich wird, so ist es alles, was unter dem Oberbegriff „Chemie“ firmiert. In einer Kooperation zwischen Technikmuseum und der Schering Stiftung gibt es am 7. April ab 15 Uhr die Familienführung durch die Ausstellung „Pillen und Pipetten“, die für Klarheit sorgt. Dabei wird erläutert, wie sehr Chemie unser alltägliches Leben begleitet.

Gesprochen wird über Kinderfragen wie: Können Arzneimittel jünger und gesünder machen. Ist Chemie immer nur schlecht? Daneben zeigt die Führung auch die Rolle Berlins in der Geschichte der chemischen und pharmazeutischen Industrie auf. Besonders beleuchtet wird Berlin als Wissenschafts- und Forschungsstandort am Beispiel der Firma Schering.

Deutsche Technikmuseum, Trebbiner Straße 9 Kreuzberg, Tel. 902540, www.sdtb.de, Treffpunkt Foyer, Di. bis Fr., 9 bis 17.30 Uhr, Sbd./So., 10 bis 18 Uhr, Eintritt acht/vier Euro, Mini-Familienkarte (ein Erwachsener + zwei Kinder unter 14) neun Euro. Die Führung kostet nur den Ausstellungseintritt.


Schauspieler Eric Stehfest feiert Premiere an der Neuköllner Oper

Die Neuköllner Oper bringt das Buch vom ehemaligen „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“-Schauspieler Eric Stehfest auf die Bühne. Am 11. April wird es an der Karl-Marx-Straße uraufgeführt. In seiner Autobiographie schildert Stehfest seine Drogensucht. Aufgewachsen vor den Toren Dresdens, kommt Stehfest im Alter von 14 Jahren mit Drogen in Kontakt.

Knapp zehn Jahre ist Stehfest dann drogenabhängig, zunächst von Partydrogen wie Ecstasy, dann von Crystal Meth. 200.000-mal verkaufte sich das Buch, das außerdem verfilmt werden soll. Doch nun kommt es zunächst einmal auf die Bühnen, die die Welt bedeuten. John von Düffel hat diesen schonungslosen Bericht über die Drogenszene, über einen schmerzhaften Entzug und über ein jahrelanges Doppelleben für die Bühne umgearbeitet. Regie führt Fabian Gerhardt, die musikalische Leitung haben Christopher Verworner und Claas Krause inne.

„9 Tage wach“, 11. April bis 19. Mai, Neuköllner Oper, Karl-Marx-Straße 131. Tickets kosten ab 19 Euro.

Die „Lichtenberger Wasserwelten“ mit dem Fahrrad erkunden

Zu einer Radwanderung in die „Lichtenberger Wasserwelten“ laden der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und das Umweltbüro Lichtenberg am 13. April ein. Bei der etwa 30 Kilometer langen Radwanderung durch den Bezirk stehen die Seen, Teiche und Pfuhle Lichtenbergs, die eine große Artenvielfalt aufweisen, im Mittelpunkt. Start ist an der Brücke am S-Bahnhof Hohenschönhausen.

Von dort geht es zum Gehrensee im Ortsteil Falkenberg, die Malchower Aue und den Malchower See. Eine kleine Pause ist im Naturhof Malchow vorgesehen. Dort lockt das „Storchencafé“ mit regionalen Spezialitäten. Weiter geht die Tour zu Ober- und Orankesee. Die Teiche und Tümpel im Landschaftspark Herzberge bilden den Abschluss der einfachen Radwanderung, die am S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost endet.

Die Radtour startet am 13. April um 11 Uhr auf der Brücke am S-Bahnhof Hohenschönhausen und endet am S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost. Kosten: sechs Euro, ermäßigt drei Euro, ADFC-Mitglieder drei Euro.

17. Bratwurstmeisterschaft in Dahlem - Besucher bewerten

Am Sonntag geht es im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst. Auf dem Gutshof des Freilandmuseums Domäne Dahlem treten Berliner und Brandenburger Fleischer zum Wettkampf um den Titel „Bratwurstmeister 2019“ an.

Für Besucher heißt das: Ran an die Wurst. Sie können in drei halbstündigen Bewertungsdurchgängen verschiedene Wurstsorten probieren. Anschließend wird abgestimmt, wer den Titel verdient hat. Neben exotischen und neu komponierten Wurstkreationen ist auch für Musikliebhaber etwas dabei. Obendrein erwartet Interessierte Musik, zahlreiche Attraktionen und Angebote. Darüber gibt es Informationsangebote zu den Themen Landwirtschaft, Ernährung und Natur.

Die Bratwurstmeisterschaft findet am 7. April zwischen 10 und 18 Uhr in der Domäne Dahlem statt. Der Eintritt kostet vier Euro. Kinder bis zwölf Jahren bezahlen zwei Euro. www.domaene-dahlem.de

Gözleme und Manti – authentische türkische Küche in Neukölln

Neukölln, und insbesondere die Hermannstraße sowie die Sonnenallee und die Karl-Marx-Straße, sind über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt für hervorragende arabische Restaurants und Imbisse. Die türkische Küche geht da zwischen Falafel, Humus und Schawarma etwas unter. Leider, muss man sagen. Zumindest, wenn man an das Restaurant „Gözleme“ zwischen Rathaus Neukölln und Hermannplatz an der Karl-Marx-Straße denkt. Denn hier gibt es authentische türkische Küche.

Zugegeben, das „Gözleme“ muss man kennen, um hineinzugehen. Denn von außen mutet es eher wie ein 0815-Imbiss an. Doch was drinnen gekocht wird, ist köstlich. Das absolute Highlight auf der Karte sind die täglich frisch zubereiteten Manti. Das sind kleine türkische Teigtaschen. Entfernt erinnern sie an Maultaschen oder Tortellini. Im „Gözleme“ aber sind sie pikant gefüllt mit Hackfleisch oder Kartoffeln. Serviert werden sie mit einem großen Klecks kaltem Joghurt. Die Köchin fragt, ob auch frisches Knoblauchöl mit drauf soll. Oh ja! Danach sollte man zwar keine wichtigen Besprechungen mehr haben an dem Tag, dafür schmecken die Manti aber gleich doppelt so gut. Getoppt wird das Gericht noch mit Paprikapulver in Öl oder flüssiger Butter. Köstlich. Und für sieben Euro ein echtes Schnäppchen.

Aber auch die dünnen, würzig gefüllten Fladenbrote, nach denen das Restaurant benannt ist, müssen sich hinter den Manti nicht verstecken. Die Gözleme werden hier noch vor den Augen der Gäste frisch gerollt, gefüllt und gebacken. Ab 2,40 Euro kostet ein Gözleme, das mit zig unterschiedlichen Zutaten gefüllt sein kann.

Wer also das nächste Mal in Nord-Neukölln ist und einen kleinen Hunger verspürt, sollte sich einen Besuch im „Gözleme“ auf keinen Fall entgehen lassen.

„Gözleme“ Karl-Marx-Straße 35, 12043 Berlin, Mittwoch Ruhetag, ansonsten täglich geöffnet von 11 bis 22.30 Uhr.

Zwei neue Ausstellungen starten auf der Zitadelle Spandau

Im Zentrum für Aktuelle Kunst (ZAK) auf der Zitadelle Spandau gibt es von diesem Wochenende an gleich zwei neue Ausstellungen zu sehen. Die erste ist dem Maler und Zeichner Clemens Gröszer gewidmet. Erstmals nach dessen Tod im Jahr 2014 gibt es damit eine umfangreiche Einzelausstellung des Künstlers in Berlin.

Der Fokus bei den gezeigten Werken liegt auf Gröszers charakteristischen Porträts – darunter von bekannten Persönlichkeiten, von Menschen aus dem privaten Umfeld, aber auch Selbstporträts. Die zweite Ausstellung „Meisterstück! Hauptwerke aus der Sammlung der Sparkasse Leipzig“ zeigt den Weg der Kunst in der Stadt, vom Beginn der Leipziger Schule über die Neue Leipziger Schule bis zur Gegenwart. Zu sehen sind mehr als 100 Werke aus den Bereichen Malerei, Grafik und Fotografie, unter anderem von Neo Rauch und Bernhard Heisig.

ZAK, Zitadelle Spandau, Am Juliusturm 64, Spandau, geöffnet Fr. bis Mi., 10 bis 17 Uhr., Do., 13 bis 20 Uhr, Eintritt 4,50, ermäßigt 2,50 Euro.

Auf dem Pfad der Erinnerung durch den Charlottenburger Norden

Auf dem 208. Kiezspaziergang führt Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) am Sonnabend, 13. April 2019 durch den Charlottenburger Norden. Treffpunkt ist in der Gedenkstätte Plötzensee. Erkundet wird der „Pfad der Erinnerung“, der durch die Kleingartenanlagen zu den beiden Gedenkkirchen, der evangelischen Kirche Plötzensee und der katholischen Kirche Maria Regina Martyrum führt.

Zwischen 1933 und 1945 wurden in der ehemaligen Hinrichtungsstätte im Strafgefängnis Plötzensee mehr als 2800 Menschen von den Nationalsozialisten ermordet, darunter viele Frauen und Männer aus dem Widerstand. Seit 1952 befindet sich am Hüttigpfad 16 eine Gedenkstätte. Das Projekt „Pfad der Erinnerung“ soll das Viertel, in dem nahezu jede Straße nach einem Widerstandskämpfer benannt ist, wieder stärker in den Fokus von Berlin-Besuchern rücken.

Treffpunkt für den Spaziergang ist um 14 Uhr an der Gedenkstätte Plötzensee. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Heiße Rhythmen: Berlins ältestes Kneipenfest in der Altstadt von Köpenick

Am heutigen Sonnabend ist es wieder soweit: Das traditionsreiche Köpenicker Kneipenfest findet zum 31. Mal statt. Viele Lokale in der Altstadt und in der direkten Umgebung sind auch diesmal wieder dabei. Für 15 Euro können die Besucher elf Bands in elf Kneipen und Restaurants erleben. Mit nur einem Ticket und Programmheft kann sich jeder seinen individuellen Musikabend zusammenstellen.

Wer mag kann ohne Aufpreis bei der Aftershowparty in der Eventlocation „freiheit fünfzehn“ weitertanzen. Erstmals nimmt die Diwali Spreelounge, direkt an Luisenhain und Dahme gelegen, teil. Der deutsche Cover-Sänger Robin Henderson trifft dort auf Tanglewood & Co aus dem Berliner Umland. Premiere beim Kneipenfest feiern auch die Dresdner Blues Musiker Andi Valandi & Band, das Latin Pop Quartett Cuarteto la Fiesta mit heißen Rhythmen sowie die Berliner Coverband Jacks & Queens mit ihrer Mischung aus Rock und Soul. Die Musikacts beginnen um 20 Uhr.

Kneipenfest Köpenick: 6. April, ab 20 Uhr. Infos unter: www.tkt-Berlin.de/de/events/kneipenfeste