Flughafen TXL

Airport Tegel steht jetzt unter Denkmalschutz

Der vor 40 Jahren eröffnete TXL gilt als Architektur-Ikone der 60er- und 70er- Jahre. Die Schließung ist trotzdem beschlossene Sache.

Das markante Flughafen-Ensemble TXL ist künftig als Baudenkmal geschützt.

Das markante Flughafen-Ensemble TXL ist künftig als Baudenkmal geschützt.

Foto: Catharina Lux / Mauritius

Berlin. Der Flughafen Tegel (TXL) hat unter Vielfliegern trotz seiner mittlerweile drangvollen Enge viele Fans. Neben seiner zentralen City-Lage begeistert der Airport bis heute vor allem durch seine kurzen Wege.

Ab sofort steht das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz, damit seine markante, sechseckige Form auch dann erhalten bleibt, wenn TXL nach der Inbetriebnahme des Großflughafens BER in Schönefeld stillgelegt wird.

„Geschützt sind die beiden Bereiche Tegel Süd ,Otto Lilienthal’ und Tegel Nord ,Französisch-amerikanischer Militärflughafen’“, teilte das Landesdenkmalamt jetzt mit. Der Flughafen sei sowohl aus verkehrsgeschichtlichen, architekturgeschichtlichen und sozialgeschichtlichen Gründen denkmalwert, heißt es zur Begründung.

Flughafen Tegel: „Herausragende Architektur“ gewürdigt

Die von 1965 bis 1979 von den Architekten Meinhard von Gerkan, Volkwin Marg und Klaus Nickels (gmp) errichtete Anlage „Otto Lilienthal“ gelte auch im internationalen Vergleich als herausragendes Beispiel für die Architekturepoche der 60er- und 70er-Jahre. Besonders intelligent angelegt sei das Terminal A mit seinem sechseckigen Flugsteigring und einer dadurch ermöglichten inneren „Drive-In“-Erschließung der einzelnen Gates.

„Als Flughafen der kurzen Wege ist Tegel weltweit bekannt“, sagte Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Er sei froh, dass das Landesdenkmalamt Berlin damit auch Klarheit für die bevorstehende Umnutzung des Flughafenareals geschaffen habe, so Lederer weiter. TXL als anerkanntes Baudenkmal trage zur Attraktivität der geplanten „Urban Tec Republic“ mit der Beuth-Hochschule als Zentrum bei, ist der Kultursenator überzeugt.

Landeskonservator: Umnutzung unproblematisch

Berlins oberster Denkmalschützer, Landeskonservator Christoph Rauhut versicherte, dass die Unterschutzstellung kein Hindernis für die vorgesehene Ansiedelung der Beuth-Hochschule im Terminal A sein werde. „Die Abstimmungsgespräche zwischen allen Beteiligten laufen seit Monaten“, sagte Rauhut. Auch gebe es keine Auswirkungen auf den aktuellen Flugbetrieb in Tegel oder auf das Datum, wann der Flugverkehr in Tegel eingestellt wird.