Fridays for Future

Tausende Schüler demonstrieren mit Greta Thunberg in Berlin

Über 20.000 Teilnehmer zählt die Polizei beim Klima-Protest in Berlin. Aktivistin Greta Thunberg sprach am Brandenburger Tor.

Berlin. Tausende Schüler und Erwachsene haben am Freitag erneut an der Klima-Demonstration „Fridays For Future“ teilgenommen. Die Polizei sprach von mehr als 20.000 Teilnehmern. Auch die Gründerin der Bewegung, die Schwedin Greta Thunberg, ist bei der Demonstration in Berlin dabei.

Bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor sagte sie: “Wir wollen eine Zukunft, ist das zu viel verlangt? Das ist erst der Anfang vom Anfang“. Die 16-Jährige sagte in ihrer kurzen Rede auf Englisch: „Die älteren Generationen haben es nicht geschafft, die größte Krise der Menschheit zu meistern.“ Sie würden den jungen Menschen nur den Kopf tätscheln und sagen, alles werde gut. „Dabei sollten wir in Panik verfallen.“

Autofahrer müssen mit Absperrungen und Verkehrsbehinderungen rechnen, BVG-Nutzer mit Einschränkungen bei Bussen und Bahnen. Wie die BVG auf Twitter mitteilt, kommt es auf den Tram-Linien M1, M5, M8, M10 und M12 zu Beeinträchtigungen, ebenso auf den Buslinien TXL, 100, 120, 142, 147, 200 und 245.

Klimastreik- Darum demonstrieren diese Schüler mit Greta Thunberg

Hier entlang führt der Protestzug

Der Demonstrationszug führt via Luisenstraße, Reinhardtstraße, Friedrichstraße, Unter den Linden, Wilhelmstraße, Dorotheenstraße, Scheidemannstraße, Yitzhak-Rabin-Straße und Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor.

Entlang der Strecke gibt es umfangreiche Sperrungen. 300 Polizisten sind im Einsatz.

Zur Vorbereitung der Abschlusskundgebung ist ab 10 Uhr die Straße des 17. Juni zwischen Yitzhak-Rabin-Straße und Brandenburger Tor sowie die Ebertstraße zwischen Scheidemannstraße und Behrenstraße voll gesperrt.

Greta Thunberg führt Demonstration an

Die Auftaktkundgebung fand um 10 Uhr am Invalidenpark statt. Zahlreiche Schülergruppen mit Plakaten und Transparenten versammelten sich an dem Platz vor der Bühne.

Um 11.30 Uhr setzte sich der Protestzug in Bewegung. Vorne weg, hinter einem Banner mit der Aufschrift „Our house is on fire“, lief die Initiatorin der weltweiten Klimaproteste, die 16 Jahre alte Schwedin Greta Thunberg. Abgeschirmt wurde sie von einer Kette von rund 40 Menschen. Sie liefen Hand in Hand, trugen weiße Armbinden, auf denen „Ordner“ stand. Von den Veranstaltern hieß es, die Schülerin brauche auch wegen ihrer Asperger-Krankheit einen geschützten Raum bei der Demonstration.

Am Rande der Klimademonstration stießen rechte und linke Demonstranten aufeinander. Gegen 10.40 Uhr drängten vereinzelte Personen mit Plakaten zur Demo, die Banner mit einer Titelseite des neurechten Magazins „Compact“ hochhielten. Darauf die Aufschrift: „Greta nervt“. Umgehend wurden sie von Demonstranten umzingelt, die „Nazis raus“ schrien. Die Polizei konnte die Konfrontation auflösen.

Youtube Statement Luisa Neubauer

Angemeldet war die Demonstration in Berlin mit 15.000 Teilnehmern. Bundesweit wollen in über 20 Städten Menschen auf die Straße gehen. Thunberg will sich bis Sonntag in Berlin aufhalten. Neben der Klima-Demonstration plant sie einen Besuch beim Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Am Sonnabend soll sie in der Hauptstadt mit einer Goldenen Kamera geehrt werden.

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