Wirtschaft

Investitionsbank fördert  Start-ups  mit 16,9 Millionen Euro

Rund 17 Millionen Euro stellte die IBB Bet 2018 innovativen Berliner Unternehmen als Venture Capital (VC) zur Verfügung.

Das Logo der Investitionsbank Berlin (IBB).

Das Logo der Investitionsbank Berlin (IBB).

Foto: Britta Pedersen / dpa

Die Beteiligungsgesellschaft der landes- eigenen Investitionsbank Berlin (IBB Bet) hat ihr Engagement für Start-ups auch im vergangenen Jahr erfolgreich fortgesetzt. Und damit einen Beitrag geleistet, um Berlin als Spitzenstandort der deutschen Start-up-Szene zu festigen. Rund 17 Millionen Euro stellte die IBB Bet 2018 innovativen Berliner Unternehmen als Venture Capital (VC) zur Verfügung. Bei den 53 Investments fiel der Anstieg bei den Folgeinvestitionen auf 11,3 Millionen Euro (plus 82 Prozent) deutlich höher aus als der bei den Neuinvestitionen auf 5,6 Millionen Euro (plus 17 Prozent). Die Höhe der Folgeinvestitionen gilt als Indiz dafür, ob die Erstinvestition für die Unternehmensentwicklung erfolgreich war.

„Unsere Beteiligungsgesellschaft nimmt eine gute Entwicklung. Nach 2017 haben wir in kurzer Zeit das zweite Spitzenjahr“, sagte sich IBB-Vorstandschef Jürgen Allerkamp. Die IBB Bet hält bei den von ihr geförderten Firmen Minderheitsbeteiligungen von maximal 1,5 Millionen Euro. Zusätzliches Kapital muss von anderen Partnern eingeworben werden. Dabei kommen, so Allerkamp, auf einen von IBB Bet eingesetzten Euro etwa fünf Euro fremdes Kapital. So war die IBB-Tochter im vergangenen Jahr an Finanzierungsrunden beteiligt, die insgesamt Eigenkapital in Höhe von 107,4 Millionen Euro für die Berliner Start-ups mobilisiert haben. Zu den 16,9 Millionen Euro der IBB Bet kamen also noch Investitionen der Finanzierungspartner in Höhe von 90,5 Millionen Euro.

Die insgesamt positive Bilanz wird durch die Entwicklung der Unternehmen untermauert, an denen die IBB Bet beteiligt ist. Die Anzahl der Arbeitsplätze in diesen Portfoliounternehmen ist in den letzten fünf Jahren um 48 Prozent auf 3258 gestiegen, die Umsätze liegen mit 641 Millionen Euro um mehr als das Zweieinhalbfache über dem Vergleichswert des Jahres 2014.

Standorte Bayern und Hamburg holen deutlich auf

Auch wenn Berlin bundesweit beim Einwerben von Venture Capital seine Spitzenposition hält, holen die Standorte Bayern und Hamburg deutlich auf. Mit 2,6 Milliarden Euro warben Berliner Start-ups im vergangenen Jahr mehr als jeden zweiten Euro (57 Prozent) ein. Mit einem Marktanteil von 17 Prozent belegt Bayern Platz zwei, gefolgt von Hamburg mit 12 Prozent. Aber: Berlin warb 2018 gegenüber 2017 rund 600 Millionen Euro weniger ein, Bayern dagegen konnte seinen Marktanteil um 17 Prozent auf 800 Millionen Euro und Hamburg um 12 Prozent auf 550 Millionen Euro steigern. Auch unter den europäischen Hauptstädten bleibt Berlin Spitze, verliert aber auch an Boden. Paris holt mit einem Start-up-Finanzierungskapital in Höhe von 2,5 Milliarden Euro mächtig auf und liegt nur knapp hinter der deutschen Hauptstadt (2,6 Milliarden). Gegenüber dem VC-Aufkommen in den USA in Höhe von 250 Milliarden Dollar bleibt das europäische VC-Geschäft allerdings recht bescheiden.