Nahverkehr

Nach Stromausfall: S-Bahn-Linien halten wieder in Südkreuz

Am Südkreuz funktionierte am Dienstagabend nur noch die Notbeleuchtung. Züge fuhren ohne Halt durch.

Der Bahnhof Südkreuz liegt im Dunkeln. Er wurde für die Öffentlichkeit verschlossen.

Der Bahnhof Südkreuz liegt im Dunkeln. Er wurde für die Öffentlichkeit verschlossen.

Foto: Thomas Peise

Nach einem Stromausfall an den Bahnhöfen Südkreuz und Tempelhof können die S-Bahnen dort wieder halten. Nach Angaben der Bahn konnte die Störung in der Nacht auf Mittwoch behoben werden. Die Linien S2 und S25 sowie S41, S42, S45 und S46 hielten schon ab dem späten Dienstagabend wieder am Bahnhof Südkreuz. Seit Betriebsbeginn am Mittwoch läuft bei den Bahnen der Linien S41, S42, S45 und S46 auch am Bahnhof Tempelhof wieder alles normal. Die Oberleitungen für Regional- und Fernzüge waren nach Angaben des Energiekonzerns Vattenfall von dem Stromausfall nicht betroffen.

Laut einem Tweet der Berliner S-Bahn waren am Dienstagabend Aufzüge und Rolltreppen, aber auch Fahrscheinautomaten und Lautsprecher ausgefallen.

Die Notbeleuchtung am Bahnhof reiche nicht aus, diesen sicher auszuleuchten, erklärte der Vattenfall-Sprecher. Deshalb hielten die Linien vorsorglich nicht am Südkreuz. Haushalte seien von dem Stromausfall nicht betroffen.

Ursache nun klar

Ein bei Bauarbeiten beschädigtes Kabel war die Ursache für die Störungen im S-Bahnverkehr am Dienstagabend. Weil dadurch unter anderem die Beleuchtung und die Anzeigetafeln nicht funktionierten, konnten Züge im Bahnhof Südkreuz und Tempelhof für mehrere Stunden nicht halten. Eine Fremdfirma habe mit einem Stahlträger ein Kabel beschädigt, sagte Pressesprecher Olaf Weidner vom Energiekonzern Vattenfall.

Gegen 1.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch war der Schaden wieder komplett behoben. Die Oberleitungen für Regional- und Fernzüge und die Stromschienen der S-Bahn haben eine eigene Energieversorgung und waren nicht vom Stromausfall betroffen, wie die Bahn mitteilte.

In Steglitz waren am Dienstagnachmittag außerdem knapp zwanzig Minuten lang 15 000 Haushalte ohne Strom, sagte Weidner weiter. Ursprünglich hieß es, Haushalte seien nicht betroffen.

Stromausfälle sind in Berlin nicht selten. Zum größten Zwischenfall in der jüngsten Zeit kam es Ende Februar. In Köpenick waren mehr als 30 000 Haushalte mehr als 30 Stunden ohne Strom. Bauarbeiter hatten bei eine Bohrung in der Nähe der Salvador-Allende-Brücke neben dem Hauptkabel auch das Ersatzkabel beschädigt.