Plänterwald

Info-Pavillon im Spreepark öffnet wieder sonntags

Ende März gibt es wieder Führungen über den verfallenen Rummelplatz. Viele sind ausgebucht. Das Ausflugslokal „Eierhäuschen“ wird saniert

Das Riesenrad im ehemaligen Freizeitpark Spreepark Berlin im Plänterwald.

Das Riesenrad im ehemaligen Freizeitpark Spreepark Berlin im Plänterwald.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Berlin. Das öffentliche Interesse am Spreepark in Treptow-Köpenick ist ungebrochen. Ab Ende März werden an den Wochenenden wieder 90-minütige Führungen über das alte Rummelplatz-Gelände im Plänterwald angeboten, doch sie sind bereits bis Juni ausgebucht. Unter den Teilnehmern seien viele Berliner und Brandenburger, die das Areal von früher kennen, heißt es von der Grün Berlin GmbH, die das Gelände verwaltet.

Ab 31. März öffnet auch der Info-Pavillon am Dammweg wieder sonntags, 12 bis 16 Uhr. Er zeigt anhand von Visualisierungen, wie der Spreepark künftig aussehen soll. Eine Rahmenplanung dazu ist 2018 entwickelt worden, unter Beteiligung der Öffentlichkeit. Sie sieht vor, dass Riesenrad und Parkeisenbahn saniert werden und wieder in Betrieb gehen. Über andere alte Fahrgeschäfte werden Fußgängerstege führen. 2019 soll es Themen-Werkstätten geben, die die Vorstellungen präzisieren.

Für den Herbst ist eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse vorgesehen. Bauarbeiten haben bereits im „Eierhäuschen“ begonnen, der traditionsreichen Ausflugsgaststätte am Rande des Spreeparks. Die Sanierung unter Federführung der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) dauert voraussichtlich bis 2021. Das Gebäude sei nach jahrzehntelangem Leerstand, verbunden mit Vandalismus und Feuchteschäden, in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand gewesen, teilte die BIM mit. Insbesondere das Dach, das an vielen Stellen undicht war, habe den Bestand des Hauses gefährdet.

Grün Berlin GmbH übernimmt Betrieb des „Eierhäuschens“

Nach der Sanierung werde die Grün Berlin GmbH den Betrieb des „Eierhäuschens“ übernehmen, sagte Gregor Lütjens, Bereichsleiter Marketing & Kommunikation der Gesellschaft. Im Haus wird wieder Gastronomie eingerichtet. Auf den Freiflächen sind Außenterrasse, Biergarten und Kinderspielplatz vorgesehen. Ein Vorplatz nahe dem geplanten Bootsanleger an der Spree entsteht.

Die einstige Werkhalle des Spreeparks, wenige Meter nördlich vom „Eierhäuschen“, soll teilweise zurückgebaut werden. Außerdem werden im „Eierhäuschen“ vier Residenzen für Künstler aus dem In- und Ausland eingerichtet. Sie können dort für jeweils drei bis sechs Monate leben und arbeiten und bekommen auch die Möglichkeit, ihre Werke im Gebäude auszustellen.