Polizei

Berliner Landeskriminalamt erhält eine Doppelspitze

Der bisherige Leiter, Christian Steiof, bekommt mit Oliver Stepien einen ständigen Vertreter.

Sie sollen bald wieder Seite an Seite arbeiten: LKA-Chef Christian Steiof (l.) und sein künftiger ständiger Vertreter, Oliver Stepien. Das Bild wurde im Oktober 2011 aufgenommen.

Sie sollen bald wieder Seite an Seite arbeiten: LKA-Chef Christian Steiof (l.) und sein künftiger ständiger Vertreter, Oliver Stepien. Das Bild wurde im Oktober 2011 aufgenommen.

Foto: David Heerde

Berlin. Die Führungsspitze des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) wird neu aufgestellt: Nach Informationen der Berliner Morgenpost erhält der Leiter des Amtes, Christian Steiof, Unterstützung. Oliver Stepien, bisher Chef des Stabes von Polizeipräsidentin Barbara Slowik, soll zum ständigen Vertreter ernannt werden. Der Personalwechsel soll Mitte April vollzogen werden. Die Mitarbeiter wurden bereits über die neue Doppelspitze informiert.

Neuer Stellvertreter war einst für Staatsschutz zuständig

Stepien war als Leiter der Abteilung für Staatsschutz unter anderem für politisch motivierte Kriminalität zuständig. Vor seinem Wechsel zum Stab der Polizeipräsidentin war er als Abteilungsleiter für die Spezialeinsatzkräfte (SEK) verantwortlich.

In seiner neuen Funktion steht Stepien bis auf Weiteres in vorderster Reihe. Formal ist er zwar nur ständiger Vertreter des amtierenden LKA-Leiters Steiof. Dieser war monatelang krankgeschrieben. Nach Informationen aus Behördenkreisen soll er zwar nicht abberufen werden, ob Steiof seine Position wieder ausfüllen wird, ist aber unklar.

Das Berliner LKA fungiert, anders als in anderen Bundesländern, nicht nur als organisatorischer Überbau, sondern nimmt als Kriminalpolizei unmittelbare Ermittlungsaufgaben wahr. Es ist in sieben Abteilungen gegliedert. Außerdem gehören das Kriminaltechnische Institut und die Zentralstelle für Prävention dazu.