Luftbrücken-Jubiläum

Rosinenbomber dürfen bei Feier nicht in Tempelhof landen

Dem Förderverein sind die Sicherheitsauflagen zu teuer. Der Senat feiert das Luftbrücken-Jubiläum am 12. Mai mit einem eigenen Fest.

Start eines Rosinenbombers am Flughafen Tempelhof. Vom 24. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 versorgten die  Westmächte West-Berlin über die Luftbrücke.

Start eines Rosinenbombers am Flughafen Tempelhof. Vom 24. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 versorgten die Westmächte West-Berlin über die Luftbrücke.

Foto: Tony Vaccaro / picture-alliance / akg-images / Tony Vaccaro

Berlin. Die Enttäuschung vieler Berliner war groß. Zum 70. Jahrestag des Endes der Luftbrücke werden Mitte Juni zwar wieder viele der legendären Rosinenbomber über der Stadt brummen, doch sie werden nicht wie in den Schicksalsjahren 1948/49 auf dem Flughafen Tempelhof landen. Der Förderverein Luftbrücke Berlin 70 hat, wie berichtet, angekündigt, dass mit den mehr als 30 teilnehmenden Oldtimer-Maschinen vom Typ DC-3 lediglich zwei Überflüge geplant seien. Diese werden am 16. und 17. Juni unter anderem über das Brandenburg Tor und eben den Flugplatz Tempelhof führen.

Die von den Veranstaltern anfangs geplante Landung auf dem wichtigsten Airport der Luftbrücke während der Berlin-Blockade 1948/49 scheitert indes nicht an fehlenden Genehmigungen, sondern schlicht und einfach am Geld. „Wir haben uns den Flughafen angesehen. Die Rollbahn ist noch top in Ordnung. Auch von der Luftverkehrsbehörde wurde uns signalisiert, dass wir dort mit unseren DC-3 durchaus landen können“, sagte Thomas Keller, Sprecher der Fördervereins der Berliner Morgenpost.

Die Kosten für die geforderte Sicherheit sind zu hoch für den Verein

Allerdings gebe es dafür strenge Sicherheitsauflagen. Der Veranstalter müssten gewährleisten, dass während der Starts und Landungen niemand die Rollbahn betritt. „Die notwendigen Sicherheitsaufwendungen kosten wenigstens 20.000 Euro, dieses Geld haben wir als als kleiner Förderverein nicht“, sagte Keller. Finanzielle Unterstützung aus Berlin hat der in Hamburg ansässige Verein bisher nicht angeboten bekommen. Auch die Spendenbereitschaft der Berliner sei bislang gering.

Der Senat teilte derweil mit, das Ende der Luftbrücke mit einem eigenen Fest am 12. Mai auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof zu feiern. Geplant sind audiovisuelle Installationen und Live-Musik. Historische Rosinenbomber werden die Berliner dann allerdings nicht zu sehen bekommen.