Störung

Autobahn A10: Netzausfall wegen Bauarbeiten

Glasfaserkabel beschädigt. Neue Leitungen müssen um Mühlenbeck und Glienicke verlegt werden.

Archivbild

Archivbild

Foto: Guido Kirchner / dpa

Mühlenbecker Land.  Bei Bauarbeiten an der Autobahn A10 wurden am Montagmorgen Glasfaserkabel des Internetversorgers DNS:NET zerstört. Im Bereich Mühlenbecker Land und der Gemeinde Glienicke ist es dadurch zu einem Netzausfall gekommen. Kunden des Dienstleisters sind seit Montagmorgen offline.

„Der Grund ist eine fremde Baustelle an der Autobahn. Hier wurden offenbar durch das nicht abgesprochene Einbringen von elf Meter langen Spundwänden unsere Glasfaserkabel in fünf Metern Tiefe zerstört“, teilte Claudia Burkhardt, Sprecherin des Internetversorgers DNS:NET mit. Techniker des Unternehmens hätten am Montag an der Baustelle nach einer Lösung gesucht. Die Reparaturarbeiten würden länger dauern, da Tiefbauarbeiten nötig sind.

Am Montagnachmittag wurde bekannt, dass sich die zerstörten Glasfaserkabel nicht reparieren lassen, weil die in die Erde gerammten Spundwände eine Verbindung verhindern. Deshalb müssen neue Leitungen an einer anderen Stelle verlegt werden. Unternehmenskunden müssen voraussichtlich mehrere Tage auf ihren Internetanschluss verzichten.

Gemeinde kann weder E-Mails erhalten noch verschicken

Derzeit stimme sich DNS:NET mit den zuständigen Ämtern, Planungsingenieuren und Tiefbauern ab. Die Gespräche werden nach Angaben des Unternehmens bis zum heutigen Dienstag geführt. In einer Notfall-Baumaßnahme sollen dann in den kommenden Tagen neue Glasfaserleitungen verlegt werden, um das Gebiet wieder an das Internet anzubinden. „Wir gehen von einer Wiederherstellung bis spätestens Donnerstag/ Freitag aus, tun jedoch natürlich alles Mögliche, die Tiefbaumaßnahme schneller umzusetzen“, heißt es in einer Mitteilung des Internetanbieters. Wie die Glienicker Verwaltung auf ihrer Internetseite mitteilt, war die Störung schon am Montagmorgen um 9.30 Uhr aufgetreten. Seitdem sei die Gemeinde per E-Mail nicht erreichbar und könne auch keine Nachrichten verschicken.