Bahn

Fahrsimulator soll S-Bahn-Azubis praxisnäher ausbilden

Ein Anwärter für den Triebfahrzeugführerschein, sitzt im virtuellen Führerstand im S-Bahnwerk Schöneweide.

Ein Anwärter für den Triebfahrzeugführerschein, sitzt im virtuellen Führerstand im S-Bahnwerk Schöneweide.

Foto: dpa

Berlin. Mit einem neuen Fahrsimulator sollen die Lokführer-Azubis der Berliner S-Bahn früher als bisher Praxiserfahrungen machen. Den Simulator - ein Raum mit nachgebautem Fahrerstand und Beamer - hat das Unternehmen am Freitag in Berlin vorgestellt. Er komme ab sofort in der Ausbildung zum Einsatz. Den neuen Trainingsstand nutzten die Nachwuchs-Lokführer künftig schon zu Beginn ihrer dreijährigen Berufsausbildung, sagte Ausbildungsleiter Michael Hallmann.

Bislang hätten die Azubis mehr als zwei Jahre lang vor allem Theoriestunden gehabt und erst kurz vor der ersten echten S-Bahn-Fahrt in den eigentlichen Fahrsimulator der S-Bahn gedurft - eine Fahrerkabine, die sich wie eine richtige S-Bahn zum Beispiel auch zur Seite neigt.

Die Kabine werde allerdings auch für die Weiterbildung erfahrener S-Bahn-Führer genutzt und sei daher oft belegt, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) der Deutschen Presse-Agentur. Der neue Fahr-Trainingsraum könne die Aus- und Weiterbildung bei der Berliner S-Bahn daher durchaus entlasten.

Und die Zahl der Auszubildenden dürfte zunehmen: Am Freitag gab die S-Bahn Berlin zudem bekannt, dass sie 2019 zwei Ausbilungsklassen mit je zwölf Schülern neu aufnehme, üblich war bislang nur eine Klasse. "Die Nachfrage war so groß und wir wollen unser Team verjüngen", sagte Sandra Spieker, Sprecherin der S-Bahn Berlin.