Neuköllner Kita

Verdacht des sexuellen Missbrauchs an Berliner Kita

Ein Kind der Evangelischen Kita Martin Luther King in Neukölln hat seinen Eltern von einem sexuellen Übergriff berichtet.

Der Vorfall ereignete sich in der Evangelischen Kita Martin Luther King in Neukölln (Symboldbild).

Der Vorfall ereignete sich in der Evangelischen Kita Martin Luther King in Neukölln (Symboldbild).

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Berlin. Dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs an einem Kleinkind müssen die Spezialisten des Landeskriminalamtes Berlin nachgehen. Das teilte am Mittwoch Pfarrer Andreas Schiel mit, der für den Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen Süd spricht.

Der mögliche Übergriff soll bereits am Montag an der Evangelischen Kita Martin Luther King in Neukölln bekannt geworden sein. Die Eltern hatten der Leitung der Kita am Montag von den Erzählungen ihres Kindes berichtet.

Verdacht des sexuellen Missbrauchs: Beschuldigte Person freigestellt

Die beschuldigte Person ist nach Angaben von Pfarrer Schiel daraufhin sofort freigestellt worden. Um welche Form sexualisierter Gewalt es sich genau handelt, wollte der Pfarrer mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen.

„Es handelt es sich nicht um Vergewaltigung“, sagte er. Die Eltern der Kinder dieser Einrichtung sind bereits am Dienstag über den Vorfall informiert worden. „Wir wollten nichts vertuschen oder unter den Tisch kehren“, so Pfarrer Schiel. Es wurde mit allen persönlich gesprochen.

Neukölln Kita prüft arbeitsrechtliche Schritte

Für die beschuldigte Person liegt den Vorschriften gemäß ein erweitertes Führungszeugnis vor. Es ist relativ neu. Für den Verdacht sexueller Übergriffe gibt es in der Kita Richtlinien und ein Handlungskonzept.

Die Kita prüft nun auch arbeitsrechtliche Schritte. Insgesamt werden an der Kita bis zu 150 Klein- und Vorschulkinder betreut.