Start der S21

S-Bahn soll 2020 von Wedding zum Hauptbahnhof fahren

Ohne umsteigen zum ICE - darauf warten viele Berliner. Für Reisende aus dem Norden der Stadt könnte es nächstes Jahr einfacher werden.

Blick auf die Baumaßnahmen der neuen S-Bahnstrecke der S21 zwischen Gesundbrunnen und dem Hauptbahnhof über dem Nordhafen.

Blick auf die Baumaßnahmen der neuen S-Bahnstrecke der S21 zwischen Gesundbrunnen und dem Hauptbahnhof über dem Nordhafen.

Foto: dpa

Berlin. Die neue S-Bahn-Verbindung S21 zwischen dem Berliner Hauptbahnhof und dem Stadtteil Wedding wird voraussichtlich im Dezember 2020 in Betrieb genommen. Die Züge fahren dann von den Bahnhöfen Wedding und Westhafen zu dem Verkehrsknotenpunkt, wie ein Bahnsprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Reisende aus dem Norden Berlins kommen damit einfacher zum Hauptbahnhof, bisher müssen sie am Bahnhof Friedrichstraße umsteigen.

Eines Tages soll die S21 vom Wedding bis zur Yorckstraße in Kreuzberg führen, dafür sind zwei weitere Bauabschnitte geplant. Jedoch zieht sich schon der erste Abschnitt lange hin. Ursprünglich sollten dort schon 2017 Züge fahren. Der Senat legte sich zuletzt nicht mehr auf einen Eröffnungstermin fest, sondern sprach im neuen Nahverkehrsplan nur noch von einem Start "zu Beginn der 2020er Jahre".

Wenn es mit der Inbetriebnahme im nächsten Jahr klappt, ist die Strecke noch nicht perfekt. Zunächst halten die Züge am Hauptbahnhof an einer provisorischen Station unterhalb der Invalidenstraße - erst 2026 können sie in den Hauptbahnhof einfahren. Vorsorglich eingebaute Tunnelteile sind dort fehlerhaft eingesetzt, das verlängert die Arbeiten.

2021 will die Bahn den Planfeststellungsantrag für den zweiten Abschnitt stellen, die Verbindung von Hauptbahnhof und Potsdamer Platz. Kommt es einige Jahre später zum Bau, soll nach der Vorzugsvariante eine Tunnelbohrmaschine je eine Röhre östlich und westlich des Reichstags durch das Regierungsviertel treiben - in bis zu 20 Metern Tiefe. Vor dem Brandenburger Tor treffen die Linien zusammen und werden in den bestehenden Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn eingebunden. Vor dem Brandenburger Tor wird es eine offene Baugrube geben.