Berlins Bezirke

Das sind die Tipps zum Wochenende in Berlin

Ausgehen nur in Mitte? Weit gefehlt. Das Veranstaltungsangebot ist in allen Berliner Stadtteilen vielfältig. Eine Auswahl.

Beatbox und Blues verbindet die Band von Chris Kramer.

Beatbox und Blues verbindet die Band von Chris Kramer.

Foto: Raphael Tenschert

Blues- und Beatklänge in der Petruskirche in Lichterfelde

Gleich zwei Konzerte geben „Chris Kramer & Beatbox ´n´ Blues“ am Sonntag in der Petruskirche in Lichterfelde. Die Band spielt einen innovativen Mix aus traditionellem Blues und modernen Beatboxsounds. Es sind frische, tanzbare Klänge, die Art des Musikmachens ist stets virtuose und sehr unterhaltsam. Bandleader und Ruhrpottler Chris Kramer ist nicht nur ein guter Geschichtenerzähler, Sänger und Songschreiber, sondern darüber hinaus auch für sein großartiges Mundharmonikaspiel bekannt. Gitarrist Sean Athens ist seit seinem 14 Lebensjahr im Showgeschäft.

Auf der Bühne lebt er jeden Ton und verschmilzt förmlich mit seiner Gitarre. „Beatboxen“ heißt die Kunst, ein komplettes Schlagzeug mit dem Mund zu imitieren. Kevin O Neal ist als zweifacher deutscher Beatboxmeister ein Meister seines Fachs. Als Pulsschlag der Band zieht er alle Register seines Könnens. Bei seinem Solo-Spot zeigt er dem Publikum nicht nur eindrucksvoll, was Beatboxen ist, sondern hier kommt auch sein Comedy–Talent zum Vorschein. Seine witzige und virtuose Show bringt den Zuschauer gleichermaßen zum Lachen wie zum Staunen. Kevin O Neal kommt aus dem Hip Hop, Sean Athens aus dem Rock und Chris Kramer aus dem Blues. Jeder bringt sich und seine musikalischen Vorlieben in die Band ein.

Petruskirche, Oberhofer Platz, Lichterfelde, Sonntag, 10. März, Familienkonzert 16.30 Uhr, Tickets 9, erm. 4 Euro, 20 Uhr Konzert, Tickets 16 Euro

leben.natur.vielfalt – Schau in der Volkshochschule Schöneberg

Die Vereinten Nationen (UN) haben angesichts des Artenrückgangs die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Die Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg zeigt in diesem Zusammenhang bis 26. April eine Wanderausstellung, die verdeutlicht, auf welch vielfältige Weise unser Leben und Wirtschaften beeinflusst wird.

Die Fotos zeigen Lebensräume, Landschaften und deren Bewohner und machen auf die Bedeutung ihres Erhalts für uns Menschen aufmerksam. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung, wie die biologische Vielfalt den Alltag der Menschen bereichert. Sie will aufzeigen, wie man sich für ihren Erhalt engagieren kann. Zu sehen sind auch die Gewinnerfotos des UN-Dekade-Fotowettbewerbs 2017 „leben.natur.vielfalt“.

Haus der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg, Galerie im ersten Obergeschoss, Barbarossaplatz 5,
Tel: 030/90 27 7 30 00, Mo. bis Fr., 8 bis 21 Uhr, an Feiertagen und in den Ferien geschlossen.

Der neue Stern am Blues-Himmel – Vanja Sky in Hellersdorf

Dem Blues wird ein gewisses Maß an Spiritualität nachgesagt, und die Geschichte der musikalischen Erweckung einer kroatischen Teenagerin namens Vanja passt da perfekt. Die gelernte Konditorin verbrachte ihre Wochenenden gerne in der „American Bar“ im kroatischen Küstenstädtchen Umag, wo sie eines Abends einem regional bekannten Bluesgitarristen begegnete und von seinem Spiel sofort angetan war. So sehr, dass sie ihn persönlich aufsuchte und ihn bat, ihr Gitarrenlehrer zu werden. Innerhalb von wenigen Jahren wuchs Vanja Sky zu einer der bedeutendsten jungen Musikerinnen Europas für den Bereich Bluesrock/Classic Rock heran.

Vanja Sky schlägt die Brücke von der alten Garde der Bluestraditionalisten hin zu einem jugendlichen Publikum mit ihren eindringlichen Eigenkompositionen, die sich vor denen aktuellen Genregrößen nicht verstecken müssen.

Sonnabend, 9. März, 21 Uhr in der „Kiste“, Heidenauer Straße 10. Abendkasse zwölf Euro, Vorverkauf zehn Euro.

Spezialität des Hauses: Grünes Ei zum Frühstück

Es war einfach an der Zeit. „Hier an der Breisgauer Straße hat mir so ein Mix aus anspruchsvoller Gastronomie und Weinbar gefehlt“, sagt Meike Mörtzsch, Inhaberin des Restaurants „Brisgavi“ – was die lateinische Bezeichnung für den alemannischen Stamm der Breisgauer ist.

Die 52-Jährige mit langjähriger Hotelerfahrung hat früh ihre Liebe zu gutem Wein entdeckt. Seit mehr als 20 Jahren besucht sie mit ihrem kleinen privaten Weinclub jährlich ein anderes deutsches Weinanbaugebiet, immer auf der Suche nach interessanten Weinentdeckungen. Das war die beste Vorbereitung: In ihrem Restaurant mit Weinbar gibt es mehr als 100 Weine, davon etwa 20 im offenen Ausschank. Der Schwerpunkt liegt auf deutschen Weinen, aber auch Italien, Österreich und Frankreich sind vertreten. Alle Flaschen werden auch außer Haus verkauft.

Der Tag beginnt mit einem Grünen Ei

Das Restaurant ist ab zehn Uhr für ein Frühstück geöffnet. Der Tag kann zum Beispiel mit einem „Grünen Ei“ beginnen – einer Spezialität des Hauses mit zwei Spiegeleiern, Kräutern, Frischkäse und Avocado (7,50 Euro). Ab Mittag lohnt sich ein Blick auf die täglich wechselnde Tageskarte, die auf einer großen schwarzen Tafel angeschrieben ist.

Bei unserem Besuch stand unter anderen eine Pastinakencremesuppe mit Kräuterlachs (7 Euro) auf der Tafel, außerdem hausgemachte Rindfleischsülze mit Bratkartoffeln (13,50 Euro) und frisches Dorschfilet auf Gemüse (19,50 Euro). Sehr beliebt seien aber auch das Rindertatar in zwei verschiedenen Größen (ab 15 Euro) oder die Lammspieße auf Ratatouille (16,50 Euro) aus der Speisekarte, sagt die Inhaberin.

Frisch, regional und saisonal – das ist ihr Anspruch an die Küche, die sie auch als „deutsch-regional mit modernen europäischen Einflüssen“ bezeichnet. Koordinator der Küche ist Thomas Pechmann, zuvor mehr als 20 Jahre Chef von „Hardy’s guter Stube“ in Schmargendorf.

Deftige Platten am Abend

Wer nur am Abend auf einen Absacker kommt, kann zum Beispiel ein Glas Weiß- oder Grauburgunder, Riesling oder einen guten Roten aus verschiedenen Anbaugebieten trinken (etwa 5 bis 10 Euro das Glas) oder auch ein Bier aus der Brauerei Lembke (3,90 Euro). Sehr gern werden hierzu eine kleine oder auch große Käseplatte oder die Wurst- und Schinkenspezialitäten auf dem Brett serviert. An jedem ersten Sonnabend im Monat heißt es „Aperitivo“. Von 15 bis 18 Uhr gibt es kleine Häppchen zu Aperitif oder zum Wein am Atelierhochtisch.

Brisgavi, Breisgauer Straße 1-3, Dienstag bis Sonnabend, 10 bis 23 Uhr, Tel: 030-51 73 45 36, info@brisgavi-berlin.de

Im FEZ wird getrommelt - Klangwelten für die ganze Familie

Das „Musikfestival Klangwelten“ gilt europaweit als einzigartig. Nachwuchsensembles aus Berlin und Brandenburg bieten auf großen Bühnen ein durchgängiges Programm. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können alle möglichen Instrumente ausprobieren, Hier dreht sich alles um Rhythmus – vom Familien-Drum-Circle über Beatboxen bis hin zum Breakdance. Die Landesmusikakademie Berlin lädt nun am 16. und 17. März ein zum Familienwochenende „klangwelten total“ ins FEZ-Berlin. Unter Anleitung werden Instrumente aus Recyclingmaterialien selbst gebaut und damit experimentiert. Profis erklären, wie man Geige, Trompete oder Fagott spielen kann. Schul- und Jugendbands spielen ein vielseitiges Programm. Zu den Highlights zählt sicher die Aufführung am Sonntag mit den „Klassikern der Filmmusik“ wie „Fluch der Karibik“ und „Game of Thrones“ – gespielt vom Orchester des Friedrich-Engels-Gymnasiums auf der Astrid Lindgren Bühne um 16 Uhr.

FEZ Berlin, Str. zum FEZ 2. 16./17. März, 12 bis 18 Uhr. Eintritt: 5 Euro. Programm: www.musikfestival-klangwelten.de

Lichtenberg gedenkt der Märzkämpfe von 1919

Im März 1919 wurde Lichtenberg zum Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen sowie regierungstreuen Freikorps. Mit einer Reihe von Veranstaltungen wird nun an das gewaltsame Ende der Revolution 1918/19 erinnert. Bis zum 31. März zeigt das Museum Lichtenberg die Ausstellung „Schießbefehl für Lichtenberg“, auf dem Stefan-Heym-Platz dokumentiert eine Open-Air-Schau die Märzkämpfe mit alten Zeitungen und Fotos. Am 10. März gibt es eine Stadtführung zu historischen Orten in Lichtenberg und Friedrichshain. An die Opfer wird am 13. März um 15 Uhr an der sogenannten Blutmauer im heutigen Rathauspark an der Möllendorffstraße gedacht. Zu einem Vortrag über die „Lichtenberger Blutwoche“ lädt das Studio Bildende Kunst (John-Sieg-Straße 13) am 18. März ein.

Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24, Anmeldung zur Stadtführung unter Tel. 57 79 73 88 12, Teilnahme kostenlos.

Auf dem Brett oder am PC: Familien testen Spiele in Reinickendorf

Das Medienkompetenzzentrum meredo lädt zum Family Games Day ein, einem Tag rund ums Thema Spielen für Familien mit Kindern ab acht Jahren. Dazu heißt es in der Einladung: „Wir stellen euch verschiedene Spielearten vor. Vom klassischen Brettspiel bis zum neusten Trend der Videospiele wird alles gemeinsam getestet. Entdeckt unterschiedliche Stationen mit verschiedenen Spielen: Von kooperativen Konsolenspielen über Brettspiele, den PC Spielen Minecraft und Fortnite bis hin zum PC, den man mit der Banane steuern kann, ist alles dabei.“ Im Anschluss an das Ausprobieren veranstaltet das meredo eine Gesprächsrunde für die Eltern zum Thema „Medien in der Familie“. Währenddessen zeichnen die Kinder ihr eigenes Videospiel. Der Games Day ist offen gestaltet, so dass jeder kommen und gehen kann, wann er will. Das meredo bittet aber um eine Anmeldung. Eigene Spiele können mitgebracht werden.

Sonnabend, 16. März, 11.30-16 Uhr, zehn Euro Eintritt pro Familie inklusive Mittagessen, Medienkompetenzzentrum meredo, Namslaustr. 45/47, 13507 Berlin, Anmeldung und Informationen: www.meredo.de/anmeldung, anmeldung@meredo.de oder (030) 432 30 56