Kanzlerbahn

BVG stellt Betrieb der Linie U55 vorläufig ein

Auf Berlins kürzester U-Bahn-Strecke verkehren vorerst keine Züge. Der Grund: Es fehlt der Platz für technische Kontrollen.

Ein U-Bahnzug der Linie U55  fährt am Bahnhof Brandenburger Tor ein

Ein U-Bahnzug der Linie U55 fährt am Bahnhof Brandenburger Tor ein

Foto: Foto: Paul Zinken / picture alliance / dpa

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben am Mittwoch den Zugverkehr auf der Linie U55 ohne Vorankündigung eingestellt. Grund sei eine „technische Überprüfung“, hieß es zunächst in einem Tweet über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Auf Nachfrage bestätigte eine BVG-Sprecher die Betriebsunterbrechung. Diese sei erforderlich, weil vorgeschriebene Sicherheitsprüfungen der Räder an den auf der Linie eingesetzten U-Bahnwagen aktuell nicht ausgeführt werden können. Die provisorische Werkstatt am U-Bahnhof Hauptbahnhof, in der die Wartungsarbeiten normalerweise ausgeführt werden, sei aktuell durch die Baulogistik für die U5-Verlängerung belegt, so der Sprecher. Da die U55 eine Insellinie ohne Anschluss an das übrige Berliner U-Bahnnetz ist, können die Wagen auch nicht anderswo untersucht werden. Es werde nun versucht, Platz für die Kontrollen der Räder zu schaffen. Das werde aber noch „einige Tage“ dauern.

Laut BVG pausiert die U55 daher voraussichtlich bis zum 15. März. Fahrgäste können den Abschnitt mit der S-Bahn umfahren oder auf die Buslinie TXL umsteigen.

Die U55, auch bekannt als „Kanzler-U-Bahn“, führt vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Brandenburger Tor und ist mit 1,8 Kilometern Länge die kürzeste U-Bahn-Linie in Berlin. Sie war erst im August 2009 eröffnet worden. Bis Ende 2020 soll die Verlängerung bis zum Alexanderplatz fertiggestellt sein.