Sperrungen

Rechnung unbezahlt: Mehr Haushalte vom Stromnetz genommen

Die Zahl der Stromsperrungen hat sich im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Eine erfreuliche Entwicklung gibt es bei den Gassperren.

Zählermonteur bei der Arbeit in Berlin

Zählermonteur bei der Arbeit in Berlin

Foto: imago/Sabine Gudath

Berlin. Die Zahl der Berliner Haushalte, die wegen nicht bezahlter Rechnungen vom Stromnetz genommen wurden, steigt an. 2018 gab es 18.877 Sperrungen, wie aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe auf eine schriftliche Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Die Antwort liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Im Jahr davor waren es noch 16.525 und damit mehr als 2300 weniger gewesen.

Die meisten Sperrungen gab es laut Antwort im Bezirk Mitte (2385), gefolgt von Pankow (1997) und Friedrichshain-Kreuzberg (1985).

Allein 18 021 Sperrungen erfolgten den Angaben zufolge im Auftrag des Energiekonzerns Vattenfall. Der durchschnittliche Zahlungsrückstand, der zu einer Stromunterbrechung führte, lag im vergangenen Jahr demnach dort bei mehr als 300 Euro.

Die Zahl der Gassperren bei Kunden des Grundversorgers Gasag hat im Gegensatz zu den Stromsperren abgenommen. 2017 hatte es noch 2483 Unterbrechungen gegeben. Im vergangenen Jahr sank die Zahl laut einer Antwort der Senatsverwaltung auf eine weitere Anfrage der Fraktion auf 2169 betroffene Haushalte.

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