Wohnungsmarkt

In zehn Jahren 100.000 Mietwohnungen in Eigentum umgewandelt

Der Trend zur Umwandlung in Eigentumswohnungen hat sich laut einer Studie zuletzt weiter verstärkt. Die Folgen sind gravierend.

Eine Frau besichtigt in Mitte eine Eigentumswohnung.

Eine Frau besichtigt in Mitte eine Eigentumswohnung.

Foto: Lukas Schulze / dpa

Berlin.  Immer mehr Mietwohnungen in Berlin werden in Eigentumswohnungen umgewandelt - mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen für die Bewohner. In den zehn Jahren bis 2017 gab es knapp 96 000 solcher Umwandlungen, wie aus dem Wohnungsmarktbericht 2018 der Investitionsbank Berlin (IBB) hervorgeht.

Vor allem in den jüngeren Jahren verstärkte sich demnach der Trend. Der Berliner Mieterverein kritisiert es immer wieder, wenn Mehrfamilienhäuser per Grundbuchänderung in Eigentumswohnungen umgewidmet werden. Denn nach einem Verkauf versuchten die neuen Eigentümer häufig, die Miete zu erhöhen oder die Mieter los zu werden. Nach dem IBB-Bericht steigen die Mieten und Kaufpreise für Wohnungen und Häuser in der Stadt ungebremst weiter. Die mittlere Angebotsmiete lag demnach 2018 bei 10,32 Euro kalt je Quadratmeter, 53 Cent höher als im Vorjahr.

In weiten Teilen der Innenstadt ist demnach keine Wohnung mehr für weniger als 12 Euro zu finden. Wohnungen zum Kauf kosteten im Mittel 4200 Euro je Quadratmeter, 400 Euro mehr als im Vorjahr.