Veranstaltungen

Das sind die besten Tipps zum Wochenende

Ausgehen nur in der Innenstadt? Weit gefehlt. Das Veranstaltungsangebot ist in allen Berliner Stadtteilen vielfältig. Eine Auswahl.

Bei den "Improvisionären" weiß man nie, was als nächstes passiert. 

Bei den "Improvisionären" weiß man nie, was als nächstes passiert. 

Foto: Brotfabrik / BM

Theater-Tipp: Die „Improvisionäre“ spielen mit dem Zufall und dem Publikum

Es soll ein Theaterstück werden, das niemals zuvor geprobt wurde und sich so auch nie mehr wiederholen wird. Die „Improvisionäre“ wollen in der Brotfabrik ganz bewusst völlig planlos auf die Bühne treten und sich allein vom Zufall und plötzlichen Eingebungen leiten lassen. Wenn dabei jemand am Sonnabend überhaupt Regie führen darf, dann sind es die Zuschauer.

„Hier wird gespielt, was ihr wollt. Hier bestimmt ihr, welche Figuren auftreten und was als Nächstes passiert“, verspricht die Truppe den Theaterfreunden, die mindestens fünf Jahre alt sein sollten. Weil das klassische Skript entfällt, gibt es für die Aufführung in der Brotfabrik weder einen richtigen Titel noch eine Handlung im Programmheft. Nur so können die „Improvisionäre“ ihrem Namen gerecht werden. Bisweilen reicht der Einfallsreichtum der Schauspieler aber nicht aus.

Ein Abenteuer mit den „Improvisionären“, Brotfabrik Weißensee, Caligariplatz 1, 13086 Berlin, Sbd., ab 16 Uhr, Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro

Kunst-Tipp: Große Urban-Art-Ausstellung in Spandaus Alter Post

Der Verein „Neue Urbane Welten“ startet an diesem Sonnabend mit der Eröffnung des „Secret Spot“ in seine letzte Veranstaltungssaison auf dem Gelände der Alten Post in Spandau. Eine Woche lang kann in und an der alten Halle urbane Kunst besichtigt werden, die gleichzeitig auf verschiedene andere kulturelle Angebote trifft. So treten an diesem Sonnabendnachmittag auf dem Gelände Musiker der Spandauer „Kreativmolkerei“ auf, für den Abend ist eine Party mit DJs geplant.

An den folgenden Tagen sind etwa ein Vortrag zum Thema „Kunst auf Berliner Fassadenwänden“, eine Skate-Show und Livemusik vorgesehen. Daneben können Besucher Künstler beim Malen beobachten. An der Kunstausstellung haben sich weit über 20 Kreative beteiligt. Insgesamt über 2000 Quadratmeter Wandfläche wurden gestaltet.

Alte Post, Klosterstraße 38-42, Spandau, Sbd., 14 Uhr, Party ab 22 Uhr, So., 14-21 Uhr, Eintritt zur Ausstellung frei, Party 5 Euro. www.urbanarthall.de/secretspot

Genuss-Tipp: Kulinarische Stadtführung mit leckeren Kostproben in Wedding

Sich einmal in Wedding um die Welt essen: So könnte das Motto der kulinarischen Stadtführung des Anbieters „Eat the World“ lauten. Während der Tour erfahren die Teilnehmer etwas über die Geschichte, das kulturelle Angebot und die kulinarische Entwicklung des Berliner Ortsteils. Sie probieren die Spezialitäten verschiedener Länder und lernen den Wedding über das Essen kennen und lieben. Denn der einstige Arbeiterbezirk mit seinen Mietskasernen und Fabriken hat mittlerweile auch gastronomisch einiges zu bieten. Einwanderer aus den verschiedensten Winkeln der Erde haben hier mit ihren Cafés und Restaurants ihre Spuren hinterlassen. Auf der rund dreistündigen Tour geht es von einem österreichischen Café zum afrikanischen Imbiss, von türkischen Spezialitäten zum thailändischen Restaurant. Eine Stadtführung, nach der man klüger und satt ist.

Kulinarische Wedding-Tour, immer Fr. 14 Uhr und Sbd. 11.30 Uhr. Treffpunkt Nähe Pekinger Platz, ab 33 Euro, Kinder 20 Euro. Buchung 030-206 22 99 90 und auf www.eat-the-world.de

Klassik-Tipp: Opern-Dolmus der Komischen Oper kommt zu Kindern in Schöneweide

Jetzt kommt die Komische Oper Berlin mit ihrem OpernDolmuş, einem Kleinbus, nach Schöneweide. Das ist die mobile Kammeroper für Grundschüler, die verschiedene Stationen anfahren kann. Dort lädt sie zu einem bunten Opernprogramm in den Industriesalon Schöneweide ein. Das 45-minütige Programm „In zwei Heimaten zuhause“ präsentiert Arien und Duette aus 500 Jahren Operngeschichte. Es geht darum, was es heißt, das Glück in der Ferne zu suchen, Vertrautes zu verlassen und ein Zuhause an mehreren Orten zu finden. Dabei verknüpft sich das Opern- und Operettenrepertoire auf Deutsch, Russisch, Italienisch und Französisch mit Liedern aus der Türkei und Kroatien. Die Protagonisten sind Ben, der Bass-Bär, und Henry Hahn, ein Neu-Berliner Zeitgenosse. Geeignet für Kinder von fünf bis acht Jahren.

Industriesalon, Reinbeckstraße 9, 15.3., 18 und 20 Uhr, Eintritt frei. Das Kartenkontingent ist beschränkt. Bitte zeitnahe Anmeldung per Mail: info@industriesalon.de

Kennenlern-Tipp: Testen, wie Instrumente klingen

Musik tut dem Menschen bekanntlich gut. Und wer in jungen Jahren beginnt, ein Instrument zu spielen, profitiert laut Wissenschaft ein Leben lang davon. Sei es durch die Förderung feinmotorischer Fähigkeiten oder das soziale Erlebnis, in einem Ensemble zu spielen und dort auf ein gleichberechtigtes Geben und Nehmen getrimmt zu werden.

So ist es für Eltern lohnend, mit ihren Kindern heute beim Tag der offenen Tür der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg vorbeizuschauen. Die Besucher erwartet ein Programm, das alle Seiten der Schule zeigt. Es gibt Konzerte von Anfängern und Preisträgern. Im Musikcafé stehen Snacks und Kuchen bereit, Instrumente können ausprobiert werden. Im offenen Unterricht bekommt man einen Geschmack, was Schüler erwartet. Lehrer erteilen zudem Tipps für den Instrumentenkauf.

Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg, 2. März, 14 bis 18 Uhr, Mariannenplatz 2, Tel. 902 98 14 31, Musikschule@ba-fk.berlin.de, www.ms-fk.de

Jubiläum: 10. Benefizgala der Bürgerstiftung Lichtenberg im Theater an der Parkaue

Am 9. März lädt die Bürgerstiftung Lichtenberg wieder zur Benefizgala ins Theater an der Parkaue ein. Auch zum zehnten Jubiläum bestreiten Lichtenberger Chöre, Tanzgruppen oder Musikerinnen und Musiker einen Großteil des Programms. So haben zum Beispiel die Tanz-Company Flatback & Cry und die Bläserband der Musikschule „Schostakowitsch“ zugesagt. Der Liedermacher Tino Eisbrenner tritt ebenfalls auf.

Wie in den vergangenen Jahren werden die „Lichtenberger Helden“ geehrt. Die Eintrittsgelder der Gala kommen wieder Projekten in Lichtenberg zugute. Die Bürgerstiftung unterstützt finanziell unterschiedlichste Vorhaben von Jugend und Altenhilfe über Sport, Kunst und Kultur bis hin zu Bildung und Erziehung. Spenden erhielt beispielsweise der Verein Mit-Mensch für die Abteilung Rock & Wheels – Rollstuhltanz. Wöchentlich treffen sich dort Menschen mit und ohne Behinderung zum Tanztraining.

Theater an der Parkaue, Parkaue 29, Tel. 55 77 52 52, besucherservice@parkaue.de, ab 17 Uhr, Tickets kosten 15 Euro, ermäßigt 10 Euro

Restaurant-Tipp: Wo in Charlottenburg eine Liebesgeschichte nie endet

„A Never Ending Love Story“, eine niemals endende Liebesgeschichte, könnte es tatsächlich werden, wenn man einmal in dem kleinen Lokal an der Bleibtreustraße gespeist hat – zumindest wenn man einen Platz bekommen hat. Das kleine Café, eine Schwester des „What do you Fancy Love?“ von Giacomo Vogel an der Knesebeckstraße, öffnet morgens um 9.30 Uhr und füllt sich dann schnell. Ist man nicht unter den ersten Gästen, heißt es Geduld mitbringen.

Bis die Plätze geräumt werden, kann es dauern. Reservieren ist übrigens nicht möglich, freie Platzwahl auch nicht. Die Mitarbeiter lotsen die Gäste aber, je nach Anzahl entweder an eine der großen rustikalen Tafeln oder an einen kleinen Tisch. Obwohl Wände und viele Stühle rosa angestrichen sind und gleichfarbige Rosen auf den Tischen stehen, hat das Lokal nichts Plüschiges, sondern wirkt schlicht und gemütlich. Das mag auch an dem alten Jazz liegen, der das Gemurmel der Gäste unterlegt.

Angeboten werden alle Variationen üblicher Kaffee-Getränke von Espresso bis Milchkaffee. Ein Espresso kostet zwei Euro, ein Milchkaffee 3,80 Euro. Daneben werden aber auch Tees und Heißgetränke mit Ingwer oder Zitrone oder Smoothies wie „Green Love“ mit Grünkohl, Avocado, Banane, Apfel und Zitrone (5,50 Euro) angeboten. Dazu kann man sich mit einem frischen Croissant begnügen, das mit Butter und hausgemachter Marmelade (3,50 Euro) serviert wird, oder sich auf die größeren Frühstücksgerichte stürzen. Es gibt Müsli-Variationen ab 6,90 Euro, aber auch belegte Brote mit Bergen von Rührei (ab 5,90), Pancakes (ab 4,90 Euro) oder eine Mexican Breakfast Bowl mit Rührei, schwarzen Bohnen, Tomaten, Guacamole und Koriander (8,50 Euro). Wie viele Eier sich übrigens im Rührei verbergen, bleibt das Geheimnis der Küche. Mit vier bis fünf liegt man vermutlich nicht falsch.

A Never Ending Love Story, Bleibtreustraße 5, Charlottenburg-Wilmersdorf, Öffnungszeiten: Mi. bis So., 9 bis 15.30 Uhr