Wohnmarktreport 2019

Mieten in Berlin steigen erstmals auf mehr als zehn Euro

| Lesedauer: 2 Minuten
Isabell Jürgens
Die Oberbaumbrücke in Friedrichshain: Laut Wohnmarktreport stiegen die Mieten 2018 im Durchschnitt erstmals  auf mehr als zehn Euro pro Quadratmeter.

Die Oberbaumbrücke in Friedrichshain: Laut Wohnmarktreport stiegen die Mieten 2018 im Durchschnitt erstmals auf mehr als zehn Euro pro Quadratmeter.

Foto: Reto Klar

Der Wohnmarktreport 2019 in Berlin zeigt: Erneut steigen die Mieten in der Hauptstadt - im Durchschnitt auf 10,34 pro Quadratmeter.

Berlin. Das Jahr 2018 war für Wohnungssuchende in Berlin erneut kein gutes: Wie auch in den Vorjahren haben die Mietpreise in der Hauptstadt deutlich zugelegt. Allerdings stiegen die Preise in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 etwas langsamer als noch im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

„Auch wenn sich das Mietpreiswachstum in Berlin ein wenig verlangsamt hat, ist darin kein Trend zu erkennen“, sagte Gero Bergmann, Vorstandsmitglied der Berlin Hyp. „Vielmehr entsprach die Steigerung ungefähr dem Niveau von 2016.“

Grafik vergrößern

Im Durchschnitt verlangten Wohnungsanbieter im vergangenen Jahr 10,34 Euro, das sind 5,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor (2017: 8,8 Prozent). Damit sind die Angebotsmieten erstmals auf mehr als zehn Euro je Quadratmeter und Monat (kalt) gestiegen. 2017 hatten die Mietangebote im Durchschnitt noch bei 9,79 Euro gelegen. Das geht aus dem Wohnmarktreport Berlin 2019 hervor, den der Immobiliendienstleister CBRE und das Bankhaus Berlin Hyp am Mittwoch vorgelegt haben. Hier können Sie den Report als PDF nachlesen.

Spitzenwerte in Friedrichshain-Kreuzberg

Für den Report wurden in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt mehr als 81.000 Mietangebote ausgewertet. Dabei zeigten sich erneut große Unterschiede in den zwölf Berliner Bezirken. Die höchste Steigerung absolut und auch prozentual weist der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg auf. In dem Innenstadtbezirk legten die Angebotspreise um durchschnittlich 9,1 Prozent auf 12,99 Euro je Quadratmeter und Monat zu.

Sinkende Mieten gab es dagegen nur in einem kleinen Marktsegment und Bezirk: In Lichtenberg verbilligte sich das Angebot der günstigsten zehn Prozent der Wohnungen um -0,8 Prozent auf 6,20 Euro. Die niedrigsten Durchschnittsmieten wies der Bezirk Marzahn-Hellersdorf am östlichen Stadtrand mit 7,73 Euro (+5,3 Prozent) aus.

Laut Report entstehen in Berlin zunehmend Mietwohnungen. Im Herbst waren gut 26.000 Wohnungen geplant oder im Bau, die zur Vermietung gedacht sind. Das entsprach rund 61 Prozent der Wohnungen in laufenden Projekten.

Im Vorjahr waren es knapp 57 Prozent. Bereits zuvor war der Anteil gewachsen. Damit nimmt das Angebot für Mieter zu - jedenfalls wenn sie zahlungskräftig sind.

( mit dpa )