Tarife

Klinik-Mitarbeiter streiken: nur Not-OP

Leere OP-Säle und abgesagte Behandlungen. Nur Notfalluntersuchungen und -operationen waren am Montag im Klinikum Frankfurt (Oder) möglich.

Eine Person hält eine Trillerpfeife mit dem Logo der Gewerkschaft Verdi.

Eine Person hält eine Trillerpfeife mit dem Logo der Gewerkschaft Verdi.

Foto: dpa

Frankfurt (Oder). Abgesagte Operationen und leere Behandlungsräume: Beschäftigte des Klinikums in Frankfurt (Oder) sind am Montag in den Ausstand getreten. Etwa 75 Mitarbeiter unter anderem der Radiologie, der Physio- und Ergotherapie, Pflegekräfte im Zentral-OP sowie Psychologinnen und Psychologen legten ihre Arbeit nieder, wie Ralf Franke, Verhandlungsführer bei Verdi, mitteilte.

Hintergrund des Warnstreiks sind die Tarifverhandlungen für rund 1500 Beschäftigten der Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH. Im aktuellen Tarifstreit konnte nach Angaben von Verdi bisher keine Einigung erzielt werden.

Für die Zeit der Arbeitsniederlegung wurde ein Notdienst eingerichtet. Rund 75 geplante Operationen seien bereits am Freitag abgesagt worden, nur Notoperationen und Notfalluntersuchungen würden gemacht, hieß es weiter. Auch physio-und ergotherapeutische Behandlungen sind ausgefallen.

In der Zeit von 8.00 bis 9.00 Uhr haben sich nach Gewerkschaftsangaben weitere Beschäftigte des Klinikums am Warnstreik beteiligt. 350 Mitarbeiter kamen nach Angaben von Ralf Franke am Vormittag zu einer Kundgebung vor der Klinik.

Die Gewerkschaft forderte bereits Mitte des vergangenen Jahres eine Entgelterhöhung um 9,6 Prozent, mindestens 230 Euro monatlich. Im August 2018 wurden in einem ersten Schritt die Entgelte bereits um zwei Prozent erhöht.

Nun fordert Verdi ab Januar die restlichen 7,6 Prozent Erhöhung. Die nächste Tarifverhandlung ist für den 26. Februar in Frankfurt (Oder) geplant.