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Rummelsburger Bucht

Polizei räumt ehemaliges Jugendfreizeitschiff "Freibeuter"

Erst in der Nacht zu Mittwoch musste ein SEK anrücken - nun hat der Bezirk das Schiff in der Rummelsburger Bucht räumen lassen.

Einsatzkräfte der Polizei am Freitagabend an der Kynaststraße an der Rummelsburger Bucht vor dem ehemaligen Jugendfreizeitschiff "Freibeuter".

Foto: Morris Pudwell

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Berlin. Das ehemalige Jugendfreizeitschiff "Freibeuter" in der Rummelsburger Bucht ist am Freitagabend von Einsatzkräften der Berliner Polizei geräumt worden.

Florian Schmidt (Grüne), Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, teilte beim Kurznachrichtendienst Twitter mit: "Nachdem bisherige Besetzer Schiff wegen untragbarer Sicherheitslage verlassen haben, haben das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und die Polizei widerrechtliche Neubesetzung unterbunden. Schiff wird bis zum Abtransport gesichert. Prüfen gemeinwohlorientierte Nachnutzung an neuem Liegeplatz."

Erst in der Nacht zu Mittwoch war es an der Rummelsburger Bucht zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen. Auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) war im Einsatz. Der Auslöser: Ein 45 Jahre alter Mann soll auf einem Bootssteg von einem Unbekannten mit einer Schusswaffe bedroht worden sein.

Später meldete sich das linke Besetzerkollektiv „Staub zu Glitzer“ zu dem Vorfall zu Wort. Das Kollektiv beansprucht die „Freibeuter“ für sich, nachdem der Bezirk, dem das Schiff gehört, geäußert hatte, das alte Schiff verschrotten lassen zu wollen.

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Die Besetzer geben an, selbst die Polizei alarmiert zu haben. „Auslöser war ein Streit über die Nutzung der Räumlichkeiten“, schrieb das Kollektiv, das auf der „Freibeuter“ Kulturveranstaltungen organisiert und als Anlaufstelle für Obdachlose dient. Die Besitzansprüche Einzelner, die aus der „Freibeuter“ ein Partyschiff machen wollen, hätten eine „spätabendliche Auseinandersetzung“ zur Folge gehabt, die schließlich zum Polizeieinsatz führte.

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