Streik in Berlin

BVG-Warnstreik: S-Bahn setzt am Freitag mehr Züge ein

Geplant sind zusätzliche Verstärker-Fahrten auf den besonders von Berufspendlern genutzten Linien. Auch einige Buslinien fahren.

Bei der BVG kommt es am Freitag zu einem Warnstreik: U-Bahnen, Trams und Busse sind betroffen. Die Züge der Berliner S-Bahn fahren (Archivbild).

Bei der BVG kommt es am Freitag zu einem Warnstreik: U-Bahnen, Trams und Busse sind betroffen. Die Züge der Berliner S-Bahn fahren (Archivbild).

Foto: Reto Klar

Berlin. Nach der Ankündigung eines Warnstreiks bei der BVG will die Berliner S-Bahn am Freitagvormittag zumindest auf zwei Linien ihr Angebot ausweiten. Geplant sind zusätzliche Verstärker-Fahrten auf den besonders von Berufspendlern genutzten Linien S1 (Wannsee–Oranienburg) und S5 (Strausberg–Westkreuz), teilte ein Bahnsprecher am Dienstag mit. Konkret sollen zwölf Doppelwagen zusätzlich zum regulären Fahrplan zum Einsatz kommen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte am Montag den Ausstand nach der als ergebnislos eingeschätzten zweiten Runde in den Verhandlungen mit den Arbeitgebern über einen neuen Manteltarifvertrag angekündigt.

Die Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind aufgefordert, ihre Arbeit von Betriebsbeginn bis um 12 Uhr ruhen zu lassen. Die Gewerkschaft will damit ihren Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen für die insgesamt rund 14.500 Beschäftigten bei der BVG und deren Fahrertochter Berlin Transport Nachdruck verleihen.

Streik bei der BVG - das Wichtigste in Kürze

  • Bei der BVG gibt es am Freitag einen Warnstreik
  • Von Betriebsbeginn bis 12 Uhr werden U-Bahnen, Busse und Trams bestreikt
  • S-Bahnen und der Regionalverkehr sind nicht betroffen
  • Busse, S-Bahnen & Co: So kommen Sie am Freitag ans Ziel
  • Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit: von 39 auf 36,5 Stunden
  • Der Kommunale Arbeitgeberverband hält diese Forderung für nicht umsetzbar
  • BVG-Mitarbeiter wollen am Freitag vor der BVG-Zentrale protestieren
  • Beim letzten großen Streik bei der der BVG im Frühjahr 2012 stand der Nahverkehr in Berlin tagelang still

Streikende wollen Reduzierung der Arbeitszeit und mehr Geld

Hauptforderung ist die Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 36,5 Stunden für alle Beschäftigten. Gefordert wird zudem der Wegfall der unteren Lohngruppen in den Entgelttabellen, da sie unter dem derzeit vom rot-rot-grünen Senat diskutierten Mindestlohn liegen. Ebenfalls auf der Wunschliste ist ein zusätzliches Urlaubsgeld in Höhe von 500 Euro für Gewerkschaftsmitglieder sowie die Zahlung von Weihnachtsgeld bereits im ersten Berufsjahr.

Die BVG geht davon aus, dass dem Streikaufruf Folge geleistet wird und der Verkehr bei U-Bahn, Bus und Straßenbahn am Freitagvormittag weitgehend zum Erliegen kommt. Der Betrieb der Berliner S-Bahn sowie der Regionalverkehr sind vom Ausstand nicht betroffen.

Diese Buslinien fahren trotz Streik

Mehr zum Thema:

Tarifverhandlungen ergebnislos: BVG-Warnstreik am Freitag

© Berliner Morgenpost 2019 – Alle Rechte vorbehalten.