Energie

Nach Baggerbesetzung: Drei Kohlekraftgegner weiter in U-Haft

Umweltaktivisten haben einen Kohlebagger besetzt.

Umweltaktivisten haben einen Kohlebagger besetzt.

Foto: dpa

Jänschwalde. Eine Woche nach den Protestaktionen in den Tagebauen Jänschwalde und Welzow Süd sitzen drei Kohlekraftgegner weiter in Untersuchungshaft. Das teilte das Amtsgericht Cottbus am Montag mit. Die Männer wollten ihre Identitäten weiter nicht Preis geben. Daher blieben die Haftbefehle aufrecht erhalten.

Am Montag vor einer Woche waren die Demonstranten gemeinsam mit 20 weiteren Umweltaktivisten festgenommen worden, nachdem sie Bagger in den Tagebauen besetzt hatten. Mit der Protestaktion wollten die Aktivisten unter anderem gegen den Abschlussbericht der Kohlekommission demonstrieren. Weil die 11 Frauen und 12 Männer nach ihrer Festnahme wegen Hausfriedensbruchs ihre Identitäten nicht nennen wollten, hatte die Staatsanwaltschaft Cottbus die Haft beantragt. Zwischenzeitlich sind 20 der 23 Festgenommenen wieder auf freien Fuß gekommen, nachdem sie Angaben zu ihrer Person gemacht hatten.

Nach Forderung von Linken und Grünen will sich der Rechtsausschuss im Landtag voraussichtlich am 28. Februar mit dem Thema beschäftigen. Hintergrund sind Vorwürfe gegen Polizei und Justiz. Nach Angaben von Grünen und Linken sollen die Demonstranten unter anderem fünf Stunden lang mit Handfesseln in ungeheizten Fahrzeugen ohne Wasser und Toilette festgehalten worden sein.