Kosmosviertel

Rekommunalisierung: "Stadt und Land" kauft 1821 Wohnungen

Senatorin Lompscher sieht die Verstaatlichung als Schritt, "dass Wohnen in Berlin für immer mehr Menschen bezahlbar bleibt.“

Bausenatorin Katrin Lompscher freut sich über den geschlossenen Vertrag (Archivbild)

Bausenatorin Katrin Lompscher freut sich über den geschlossenen Vertrag (Archivbild)

Foto: dpa

Die "Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH" hat in Altglienicke rund 1821 Wohnungen und 22 Gewerbeeinheiten von der Schönefeld Wohnen GmbH & Co. KG erworben.

„Mit der Unterzeichnung des Notarvertrags kommt ein regelrechter Verhandlungsmarathon zu einem guten Ende. Ich freue mich sehr, dass es durch den beharrlichen Einsatz der Stadt und Land und die Unterstützung des Senats gelungen ist, den Bestand im Kosmosviertel zu rekommunalisieren", teilte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) mit.

"1821 Wohnungen und 22 Gewerbeeinheiten gehen so in Landesbesitz über. Mit diesem Kauf erweitern wir die Bestände der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften deutlich und sorgen so dafür, dass Wohnen in Berlin für immer mehr Menschen bezahlbar bleibt.“

Bei den gekauften Wohnungen im Kosmosviertel handelt es sich einer Senatsmitteilung zufolge um 17 Gebäude mit einer Höhe zwischen sechs und elf Geschossen. "Der Bau der Wohnungen, überwiegend 2- und 3-Zimmer-Wohnungen, wurde in den Jahren 1991 und 1992 abgeschlossen. Über den Kaufpreis wurde zwischen beiden Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Die Übertragung der Wohnungen an die 'Stadt und Land' soll im April 2019 erfolgen", heißt es weiter.

In der vorvergangenen Woche hatte Lompscher die Neubauziele des Senats in dieser Legislatur von 30.000 auf 25.000 Wohnungen gesenkt. Die Wohnungsbaugesellschaften haben allerdings auch dieses Ziel als nicht erreichbar bezeichnet. Nach einer Routinesitzung der sechs Gesellschaft hieß es, höchstens 24.000 neue Wohnungen seien zu schaffen. Das wiederum will die Senatorin nicht hinnehmen.

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