Bildung

Gewerkschaft will Berlins Lehrer zu Streik aufrufen

17.000 Lehrer könnten die Arbeit niederlegen: An Berlins Schulen ist in der kommenden Woche mit massivem Unterrichtsausfall zu rechnen.

Lehrkräfte, Erzieher und Pädagogen bei der Demonstration zum Warnstreik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Berlin.

Lehrkräfte, Erzieher und Pädagogen bei der Demonstration zum Warnstreik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Berlin.

Foto: imago stock / imago/snapshot

Berliner müssen sich in der nächsten Woche auf massive Warnstreiks einstellen: Am Mittwoch, dem 13. Februar, wollen Lehrer und Polizisten sowie andere Berufsgruppen ihre Arbeit niederlegen.

Grund sind die Tarifverhandlungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder, die derzeit in Potsdam stattfinden – und bei denen es auch am Donnerstag keine Annäherung von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite gab.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie die IG Bau rufen ihre Mitglieder zum Warnstreik auf. Einzelheiten sollen im Laufe des heutigen Freitags bekannt gegeben werden.

Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei sagte der Berliner Morgenpost, eine Demonstration vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor sowie eine Kundgebung am Pariser Platz seien geplant. Die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe betonte: „Wir werden jetzt den Druck erhöhen.“

Verdi-Chef Frank Bsirske sagte am Donnerstag nach mehr als siebenstündigen Verhandlungen, man sei von einem Durchbruch „meilenweit entfernt“. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Länderseite unter Verhandlungsführung des Berliner Finanzsenators Matthias Kollatz (SPD) weist das als überzogen zurück.